- 04.05.2012, 13:00:35
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Ärztekammer mit dieser Einigung zur Gesundheitsreform nicht glücklich
Dorner: Rückschritt und Bürokratieschub - keine Spitalsentlastung
Wien (OTS) - Kritisch beurteilt der Präsident der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK), Walter Dorner, den von den Ländern und der
politischen Steuerungsgruppe ins Auge gefassten Pakt zur
Gesundheitsreform. Seiner Ansicht nach könnten sich die vitalen
Bedürfnisse von kranken Menschen ebenso wenig an "virtuellen
Finanztöpfen orientieren wie die Gesundheit am Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes", sagte der Ärztepräsident Freitag in einer
Aussendung.
Mit den geplanten Maßnahmen würde man sich von bisherigen politischen
Zielen und Bekenntnissen verabschieden. Dorner: "Ich sehe weit und
breit keinerlei glaubwürdige Initiative, um die Gesundheitsversorgung
durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu forcieren und die
Spitäler und ihre Ambulanzen entscheidend zu entlasten." Die geplante
Einigung geht laut Dorner in die verkehrte Richtung. Sie lasse die
Interessenlage der Patientinnen und Patienten in Österreich
weitgehend außer Acht.
Einer wirksamen und patientenorientierten Betreuung in Wohnortnähe
werde Geld entzogen, so der Ärztepräsident. In der verkündeten
Einigung und in der positiven Reaktion durch Hauptverband und
Gesundheitsministerium sieht der Ärztekammerchef einen "bedauerlichen
Schritt und einen kontraproduktiven Bürokratieschub zum Nachteil
einer positiven Weiterentwicklung des österreichischen
Gesundheitssystems". (ms)
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33-12
Mail: [email protected]
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