- 04.05.2012, 11:00:31
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Schieder bei ADB: Asiens Wirtschaftswachstum muss Kluft zwischen Arm und Reich schließen
Finanzstaatssekretär vertritt Österreich bei Jahrestagung der Asian Development Bank
Wien (OTS) - "Die Entwicklung Asiens und des pazifischen Raums in
den letzten Jahren und Jahrzehnten ist in vielerlei Hinsicht
beeindruckend. Während 1990 in der Region 1,4 Milliarden Menschen von
weniger als 1,25 Dollar pro Tag leben mussten, hat sich diese Zahl
2008 auf 754 Millionen halbiert. Gleichzeitig müssen wir aber auch
erkennen, dass besonders in jenen Ländern mit den größten
Wachstumsraten die Kluft zwischen armen und reichen
Bevölkerungsschichten größer wird", so Finanzstaatssekretär Andreas
Schieder, der Österreich beim jährlichen Treffen der Asian
Development Bank in Manila vertritt. Es sei dies eine der großen
Herausforderungen Asiens, diese massive soziale Kluft zu verringern
und stärker an einer umfassenden Wachstumsstrategie zu arbeiten.
Schieder unterstrich die äußerst positive Rolle, die die Asiatische
Entwicklungsbank (ADB) in der Bekämpfung der Krise und allgemein im
vergangenen Jahr eingenommen hat und skizzierte weitere
Herausforderungen.
Die Asiatische Entwicklungsbank als einer der größten Geldgeber der
Region sei hier gefordert, entsprechende Projekte und Programme
verstärkt zu unterstützen. "Ich unterstütze die Asiatische
Entwicklungsbank voll und ganz in ihrem Anliegen einer Agenda des
sozial ausgewogenen Wachstums." Denn die allermeisten Menschen in
Armut leben immer noch in China und Indien. Ländern, mit erwarteten
Wachstumsraten von 8,7% und 7,5% für 2013. "Hier könnte es gelingen,
besonders viele Menschen aus der Armut zu holen, wenn sich die
Wachstumspolitik auf echtes sozial ausgewogenes und nachhaltiges
Wachstum konzentriert."
Schieder unterstrich auch die Wichtigkeit der Gender-Frage im
Zusammenhang mit den Aktivitäten der ADB. "Obwohl Frauen
entscheidende Aufgaben zu erledigen haben, wenn es um Arbeitsleistung
und Verantwortungen in sich entwickelnden Gesellschaften geht, müssen
wir leider weiterhin feststellen, dass sie überproportional von Armut
betroffen sind, dass sie eingeschränkten Zugang zu Bildungs- und
Gesundheitseinrichtungen, zu ökonomischen Möglichkeiten, zu Märkten
und Ressourcen haben. In diesem Bereich gilt es weiter, die
Partnerländer der ADB zu unterstützen und aufzufordern, klare und
unmissverständliche Schritte zu setzen, um dieser Situation entgegen
zu treten. Es ist notwendig, dass eine klare Politik verfolgt wird:
Frauen müssen die Chance haben als gleichwertige Mitglieder der
Gesellschaft an dieser zu partizipieren."
Rückfragehinweis:
Mag. Jürgen Schwarz, Pressesprecher
Büro Staatssekretär Schieder im Finanzministerium, Hintere Zollamtsstraße 2b, A-1030 WIEN
Tel.: Tel.: 01-51433-500067
mailto:[email protected]
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