KORREKTUR zur OTS0036 von heute: Greenpeace besetzt Shell-Eisbrecher auf dem Weg in die Arktis

Umwelt-AktivistInnen aus dreizehn Nationen blockieren zerstörerische Öl-Bohrungen

Helsinki/Wien (OTS) - Im vorletzten Absatz der Aussendung muss es heißen:

"Zum ersten Mal in unserer Geschichte sind wir mit der Möglichkeit einer Welt ohne Eis am Nordpol und ohne Heimat für Eisbären konfrontiert. Shell nützt nun diesen katastrophalen Zustand der Klimaerwärmung, den sie durch den Einsatz fossiler Energien selbst verstärkt haben, um daraus Geld zu gewinnen", stellt Aktivistin Maria Hukkamäki angewidert fest. "Ich bin hier an Bord dieses Eisbrechers, um gegen die Ölbohrungen in der Arktis zu protestieren - stattdessen sollte das fragile Ökosystem der Arktis unter Schutz gestellt werden", fordert Hukkamäki.

DIE KORRIGIERTE MELDUNG:

Greenpeace besetzt Shell-Eisbrecher auf dem Weg in die Arktis

Umwelt-AktivistInnen aus dreizehn Nationen blockieren zerstörerische Öl-Bohrungen

Zwanzig Greenpeace-AktivistInnen aus dreizehn Nationen, darunter auch aus Österreich, haben heute früh einen Eisbrecher von Shell besetzt, der von einem Hafen in Helsinki aus in Richtung Alaska aufbrechen wollte. Die UmweltaktivistInnen wollen mit dieser Aktion das zerstörerische Bohren nach Öl in der Arktis aufhalten.

Um 10:30 Uhr erkletterten die AktivistInnen den Eisbrecher Nordica, ketteten sich an alle möglichen Stellen des Schiffes und positionierten an der Spitze des Masten ein Banner mit der Forderung:
"Stop Shell!". Greenpeace fordert vom Ölkonzern Shell seine umstrittenen Pläne, im sensiblen Ökosystem der Arktis nach Öl zu bohren, zu beenden. Der Eisbrecher Nordica wurde von der finnischen Regierung dem Ölkonzern Shell für die Bohrungen zur Verfügung gestellt.

"Wir sind hier um unsere Stimme für 400.000 Menschen weltweit zu erheben, die sich in kürzester Zeit gegen das verantwortungslose Vorgehen von Shell in der Arktis aussprachen", erklärt Tapio Laakso von Greenpeace Nordic. "Ölkonzerne wissen genau, welch schwere Verwüstung ein Unfall an der Küste von Alaska anrichten würde und wie unmöglich es ist, eine Ölpest in diesen Gewässern unter Kontrolle zu bringen."

Der kurze Sommer der Arktis lässt nur ein kurzes Zeitfenster für Shell zu, um nach Öl zu bohren, bevor der Winter in diese Region wieder zurückkehrt. Die rauen Bedingungen, die extremen Temperaturen und die Abgeschiedenheit des Gebietes, wo die Ölbohrungen stattfinden sollen, würden ein Eingreifen bei einer Ölkatastrophe nahezu unmöglich machen. Durch die CO2 Emissionen steigt die Temperatur gerade in der Arktis besonders stark an, sodass die Eisschicht - die die Sonnenwärme zurück reflektieren sollte - Jahr für Jahr kleiner wird und dadurch die globale Erwärmung zusätzlich vorangetrieben wird. Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass das Öl der Arktis den weltweiten Bedarf lediglich für drei Jahre stillen könnte.

"Zum ersten Mal in unserer Geschichte sind wir mit der Möglichkeit einer Welt ohne Eis am Nordpol und ohne Heimat für Eisbären konfrontiert. Shell nützt nun diesen katastrophalen Zustand der Klimaerwärmung, den sie durch den Einsatz fossiler Energien selbst verstärkt haben, um daraus Geld zu gewinnen", stellt Aktivistin Maria Hukkamäki angewidert fest. "Ich bin hier an Bord dieses Eisbrechers, um gegen die Ölbohrungen in der Arktis zu protestieren - stattdessen sollte das fragile Ökosystem der Arktis unter Schutz gestellt werden", fordert Hukkamäki.

Der Eisbrecher Nordica ist wie sein Schwesternschiff Fennica auf dem Weg nach Alaska, um gemeinsam mit den Bohrschiffen Kulluk und Noble Discoverer, die bereits Richtung Nordküste Alaskas aufgebrochen sind, jeweils fünf Erschließungslöcher für Shell in der Chukchi- und Beaufortsee zu bohren. Shell ist der erste international Ölkonzern, der ernsthaft nach Ölförderung in der Arktis strebt. Sollte Shell in diesem Sommer Öl finden, könnte das den destruktiven Ansturm auf die letzten Tropfen Öl auslösen und weitere Ölgiganten in die sensible Arktis treiben.

Rückfragen & Kontakt:

Birgitte Lesanner, Greenpeace Nordic communications
Tel.: 0045 23 95 1214

Jessica Wilson, Greenpeace International communications
Tel.:0031 65 350 4719

Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace Österreich
Tel.: 0043 664 6126718

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