- 24.04.2012, 10:59:16
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Boehringer Ingelheim auf Wachstumskurs - Erfolgreiches Geschäftsjahr 2011
Wien (OTS) - Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim ist für
die Zukunft gut gerüstet: Im Geschäftsjahr 2011 konnte der Umsatz
währungsbereinigt um 6,2 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro gesteigert
werden. Gleichzeitig konnte das Betriebsergebnis auf 2,3 Milliarden
Euro zulegen, die Umsatzrendite stieg auf 17,3 Prozent. Wie in den
Vorjahren bereits angekündigt, hat das Unternehmen damit seine Pläne
- unter anderem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich -
erfolgreich umgesetzt. "Die Ergebnisse des Jahres 2011 bestätigen
unsere Strategie des organischen Wachstums", erklärte Prof. Dr. Dr.
Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung und verantwortlich
für Forschung & Entwicklung und Medizin, im Rahmen der
Jahrespressekonferenz am Unternehmenssitz in Ingelheim. Mit einer
sehr wettbewerbsfähigen eigenen Forschung sichere Boehringer
Ingelheim erfolgreich und nachhaltig seine Unabhängigkeit als
Familienunternehmen. "Dank unserer kontinuierlichen Investitionen in
die eigene Forschung und Entwicklung stehen wir am Beginn einer neuen
Wachstumsperiode", so Barner.
Den Großteil des Umsatzes, 77 Prozent der Umsatzerlöse, erzielte
Boehringer Ingelheim mit verschreibungspflichtigen Medikamenten.
"Sowohl die Neueinführung PRADAXA(R) als auch die etablierten
Arzneimittel wie SPIRIVA(R), MICARDIS(R) und COMBIVENT(R) weisen ein
sehr erfreuliches Wachstum auf", sagte Hubertus von Baumbach,
Mitglied der Unternehmensleitung und verantwortlich für die Bereiche
Finanzen und Tiergesundheit. Vor allem die Markteinführung des oralen
Gerinnungshemmers PRADAXA(R), der 2011 einen Umsatz von 629 Millionen
Euro erzielte, habe maßgeblich zum Wachstum von Boehringer Ingelheim
im vergangenen Jahr beigetragen. "Die Einführung von PRADAXA(R)
gehört zu den erfolgreichsten Markteinführungen der Pharmabranche der
vergangenen Jahre."
Im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneien konnte
Boehringer Ingelheim 2011 entsprechend der Berechnungen des
Marktanalysten IMS mit 8,2 Prozent wieder kräftiger wachsen als der
Pharma-Weltmarkt, der lediglich um 4,6 Prozent gestiegen ist. Von der
Ausrichtung auf mehr Wachstum wurde auch die Mitarbeiterzahl positiv
beeinflusst: 2011 stieg sie weltweit um 1.800 gegenüber 2010 auf mehr
als 44.000 an - was einer Steigerung von vier Prozent entspricht.
Starke Forschung und Entwicklung garantiert Zukunftsfähigkeit
Mit Neuentwicklungen aus der eigenen Forschungs-Pipeline sichert das
Unternehmen weiter die zukünftige Entwicklung: "Wir wollen vor allem
in den Therapiegebieten Diabetes, Onkologie, Hepatitis-C, in der
idiopathischen Lungenfibrose sowie im Bereich Atemwegserkrankungen
neue Medikamente zur Verfügung stellen", erläutert der Sprecher der
Unternehmensleitung. Der Einsatz des Wirkstoffes Tiotropium bei
Asthma sowie neue Therapieansätze für chronische Hepatitis-C und die
Entwicklung der Substanz Nintedanib für die Behandlung der
Idiopathischen Lungenfibrose werden getestet. Barner: "Diese neuen
Entwicklungen werden den Patienten deutliche therapeutische
Fortschritte bringen."
Um weiterhin neue innovative Medikamente wie PRADAXA(R) und
TRAJENTA(R) entwickeln zu können, ist es Ziel des Unternehmens,
kontinuierlich einen signifikanten Anteil der Umsatzerlöse in die
eigene Forschung und Entwicklung zu reinvestieren. 2011 steigerte
Boehringer Ingelheim die F & E-Aufwendungen auf 2,5 Milliarden Euro
(plus drei Prozent). Dies entspricht 23,5 Prozent des Umsatzes mit
verschreibungspflichtigen Medikamenten. Mit dieser Quote liegt
Boehringer Ingelheim deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Unternehmensergebnis deutlich verbessert
Das Wachstum von Boehringer Ingelheim wurde 2011 von allen
Geschäftsbereichen getragen: von den verschreibungspflichtigen
Medikamenten, dem Selbstmedikationsgeschäft, der Tiergesundheit sowie
dem Industriekundengeschäft, hier vor allem der Biopharmazie. Die
Umsatzerlöse stiegen insgesamt von 12,6 auf 13,2 Milliarden Euro an.
Die Umsatzrendite verbesserte sich 15,1 auf 17,3 Prozent und mit
einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent ist Boehringer Ingelheim
solide aufgestellt. "Eine gesunde Finanzierung ist Voraussetzung
unserer Unabhängigkeit als Familienunternehmen, deren Wahrung unser
wichtigstes Ziel ist", so von Baumbach. Die solide Finanzierung zeige
sich auch in dem zum Vorjahr um plus 514 Millionen auf 2,6 Milliarden
Euro erhöhten operativen Cash Flow.
Auch das Geschäft mit frei verkäuflichen Arzneimitteln entwickelte
sich im Jahr 2011 für das Unternehmen erfreulich. Die Umsätze legten
währungsbereinigt um 7,1 Prozent zu. Getragen wurde das Wachstum vor
allem von den Kernmarken BUSCOPAN(R), DULCOLAX(R), MUCOSOLVAN(R),
PHARMATON(R) und BISOLVON(R), die in ihren jeweiligen Märkten alle
unter den ersten drei Plätzen rangieren. Wie im Vorjahr belegt
Boehringer Ingelheim Platz sechs in der Gruppe der weltweit zehn
größten Unternehmen in der Selbstmedikation.
Umsatzregionen - Region Amerika wichtigster Absatzmarkt
Die positive Umsatzentwicklung wurde im Wesentlichen von den
beiden Regionen Amerika und Asien/Australien/Afrika (AAA) getragen.
Mit Umsätzen in Höhe von 6,1 Milliarden Euro wurde in der Region
Amerika gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 6,3 Prozent erreicht.
Diese Region ist mit einem Anteil von 46 Prozent am Konzernumsatz
nach wie vor der wichtigste Absatzmarkt von Boehringer Ingelheim.
Einen geringen Umsatzrückgang von -1,3 Prozent auf 4,0 Milliarden
Euro verzeichnete die Region Europa, was auf stärkere politische
Regulierungen zurückzuführen ist. Das stärkste Wachstum verzeichnete
mit 9,9 Prozent die Region Afrika/Australien/Asien. Mit Umsatzerlösen
von drei Milliarden Euro entfallen rund 23 Prozent des
Konzernumsatzes auf diese an Bedeutung gewinnende Region.
Vor allem in den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China
und Südafrika), aber auch in weiteren Märkten im Nahen Osten, in
Asien, Afrika oder Lateinamerika sieht das Unternehmen signifikantes
Wachstumspotenzial und will die Aktivitäten dort entsprechend weiter
ausbauen. Allein in China beschäftigt Boehringer Ingelheim
mittlerweile rund 2.700 Mitarbeiter.
Auch Tiergesundheitsgeschäft wächst stärker als der Markt
Das Geschäftsgebiet Tiergesundheit ist 2011 mit einem
Umsatzanstieg von 921 auf 976 Millionen Euro erneut positiv
gewachsen. Boehringer Ingelheim gehört mit seinem
veterinärmedizinischen Geschäft mit währungsbereinigtem Wachstum von
rund acht Prozent zu den weltweit am stärksten wachsenden Anbietern
von Tierarzneimitteln und ist erneut stärker als der Markt gewachsen.
Wachstumstreiber waren vor allem die Schweineimpfstoffe mit INGELVAC
CIRCOFLEX(R) an der Spitze. Mit 257 Millionen EUR ist es das
umsatzstärkste Tiergesundheitsprodukt von Boehringer Ingelheim. Das
Tiergesundheitsgeschäft trägt mittlerweile sieben Prozent zum
Konzernumsatz bei. Mit dem neuen Boehringer Ingelheim Veterinary
Research Center (BIVRC) in Hannover hat das Unternehmen nun auch in
Europa einen Forschungsstandort für Tierimpfstoffforschung etabliert.
Industriekundengeschäft: Wachstumstreiber Biopharmazeutika
Der Bereich Industriekundengeschäft, der Aktivitäten der
Biopharmazie sowie die Pharmaproduktion und das Auftragsgeschäft für
Pharmachemikalien umfasst, konnte währungsbereinigt um 9,2 Prozent
wachsen. Die Umsatzerlöse von 697 Millionen EUR (Vorjahr: 638 Mio.
EUR) entsprechen rund fünf Prozent der Konzernumsatzerlöse. Dieser
Zuwachs basiert in erster Linie auf der positiven Entwicklung der
Biopharmazeutika, die diesen Geschäftsbereich mit einem Anteil von 74
Prozent maßgeblich bestimmen.
Ausblick 2012
Wie in den vergangenen Jahren wird auch in Zukunft der
strategische Fokus von Boehringer Ingelheim auf der eigenen
Erforschung und Entwicklung von innovativen Medikamenten liegen. "Wir
planen Neueinführungen in Therapiegebieten mit hohem ungedeckten
medizinischen Bedarf, dafür wollen wir auch in Zukunft erheblich in
unsere eigene Forschung und Entwicklung investieren", betonte Prof.
Barner. Es gelte, die Marktposition der beiden innovativen
Medikamente PRADAXA(R) und TRAJENTA(R) weiter auszubauen. Ebenso
sollen das Biopharmazeutika-Geschäft und die Tiergesundheit weiter
wachsen. Für das Jahr 2012 geht Boehringer Ingelheim davon aus,
weiterhin an Wachstum zulegen zu können, und erwartet eine
Umsatzsteigerung im hohen einstelligen Bereich. Dies werde sich auch
auf die Profitabilität positiv auswirken.
Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna
Das Regional Center Vienna trägt die Verantwortung für das
Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, rezeptfreien
Präparaten sowie Tierarzneimitteln von Boehringer Ingelheim in
Österreich sowie in mehr als 30 Ländern der Region Mittel- und
Osteuropa. Darüber hinaus wird von Wien aus die gesamte klinische
Forschung der Region gesteuert. Wien ist Zentrum für Krebsforschung
sowie Standort für biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und
Produktion im internationalen Unternehmensverband. Auch in der
Grundlagenforschung engagiert sich Boehringer Ingelheim und ist hier
mit dem Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie Wien (IMP)
vertreten. Damit zählt Boehringer Ingelheim zu den
forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Österreich.
Insgesamt erzielte das Regional Center Vienna im Geschäftsjahr 2011
Gesamterlöse in der Höhe von EUR 736,2 Mio und beschäftigte in der
Region Mittel- und Osteuropa 2993 Mitarbeiter.
Rückfragehinweis:
Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG Dr. Boehringer-Gasse 5-11, 1121 Wien Tel.: ++43-1-801 05/0 Pressestelle Mag. Inge Homolka Tel.: +43-1-801 05/DW 2230 mailto:[email protected] Mag. Matthias Sturm Tel.: +43-1-801 05/DW 2742 mailto:[email protected]
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