- 24.04.2012, 08:34:53
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Lange Nacht der Forschung am Naturhistorischen Museum
Am 27. April wird Wissenschaft am NHM - bei freiem Eintritt und leicht verständlich - lebendig

Wien (OTS) - In den Forschungsabteilungen des Naturhistorischen
Museums, eine der größten außeruniversitären Forschungsinstitutionen
Österreichs, betreiben etwa 60 Wissenschafterinnen und Wissenschafter
aktuelle Grundlagenforschung in den verschiedensten Gebieten der
Erd-, Bio- und Humanwissenschaften. Das Selbstverständnis der
Institution ist das eines Kompetenz- und Vermittlungszentrums von
Naturwissenschaften.
In der Langen Nacht der Forschung am Freitag, dem 27. April 2012,
sollen aktuelle Forschungsprojekte einer breiten Öffentlichkeit näher
gebracht und die Welt der Forscherinnen und Forscher begreif- und
erfahrbar gemacht werden. Von 16 bis 23 Uhr, bei freiem Eintritt
können sich interessierte Erwachsene und Kinder auf eine spannende
Forschungsreise begeben.
Offizielle Eröffnung und Podiumsdiskussion
Die Lange Nacht der Forschung wird um 16.30 Uhr offiziell von
Wissenschaftsminister Dr. Karlheinz Töchterle, Dr. Hannes Androsch,
NHM-Hausherr Generaldirektor Dr. Christian Köberl und UNIVERSUM
Magazin Co-Herausgeber Oliver Lehmann in der Unteren Kuppelhalle
eröffnet. Daran anschließend findet eine Podiumsdiskussion zum Thema
"Forschen für die Zukunft" statt, es diskutieren Dr. Sabine
Ladstätter (ÖAI), Univ. Prof. Dr. Christian Köberl (NHM), Univ. Prof.
Dr. Renée Schroeder (MFPL) und
D.I Harald Leitenmüller (Microsoft), moderiert von Oliver Lehmann.
Vier aktuelle Forschungsprojekte des NHM
Im Naturhistorischen Museum werden vier aktuelle
Forschungsprojekte vorgestellt, zu denen eine kurze filmische
Einführung hier zu finden ist:
http://www.youtube.com/watch?v=H_bY7yQL_b4&feature=youtu.be
Born to be Wild: Satellitentelemetrie an Sakerfalke und
Wespenbussard
Anita Gamauf | Saal 30
Mit Hilfe von Satellitensendern werden die ökologischen Ansprüche
und das Zugverhalten der beiden Greifvögel erforscht. Der Sakerfalke
zählt zu den am meisten bedrohten Vogelarten Europas. Auch der
Wespenbussard wird mit jedem Jahr seltener. Daher stehen diese beiden
Greifvogelarten im Mittelpunkt eines Projekts der Vogelsammlung am
NHM. Zugverhalten und ökologische Ansprüche sollen
grenzüberschreitend untersucht werden, um Sakerfalken und
Wespenbussard wirkungsvoll schützen zu können. Zum ersten Mal in
Österreich werden dabei die Verbreitungswege und Zugbewegungen von
Jungvögeln mit Hilfe von Satellitensendern verfolgt.
Hallstattfarben: Textile Verbindungen zwischen Forschung und
Kunst
Karina Grömer | Saal 12
Die seit 2500 Jahren im Salz des prähistorischen Bergwerkes von
Hallstatt erhalten gebliebenen farbigen Textilien sind einzigartig
und die Grundlage für interdisziplinäre Forschungsarbeiten.
Ergebnisse der Farbstoffanalysen und der experimentellen Archäologie
werden präsentiert. Arbeiten von Studentinnen und Studenten der
Universität für angewandte Kunst entstanden im Dialog mit der
Wissenschaft und sind inspiriert von den prähistorischen Färbe- und
Webtechniken.
Meterweise Erdgeschichte
Mathias Harzhauser | Saal 9
Anhand von Bohrkernen können Klima und Umwelt der
erdgeschichtlichen Vergangenheit rekonstruiert werden. Bohrkerne sind
Archive der Erdgeschichte. Wissenschafterinnen und Wissenschafter des
NHM arbeiten an mehreren Projekten, bei denen geochemische,
geophysikalische und biologische Daten aus Kernen gewonnen werden,
vom berühmten Kreide-Tertiär-Impakt, der die Dinosaurier ausgelöscht
hat, bis zur Analyse von Einzellern, die bei der Erdgasprospektion
wichtige Hinweise auf Lagerstätten geben können.
Schneckenverwandtschaften: DNA alpiner Schnecken
Helmut Sattmann und Elisabeth Haring | Saal 23
Forscherinnen und Forscher am NHM untersuchen, wie sich
Schneckenarten im Aussehen und genetisch voneinander unterscheiden,
wo sie während der letzten Eiszeit lebten und wie sie sich seither
ausgebreitet haben. Im Zentrum der Forschungsarbeiten stehen Arten
aus den Hochgebirgsregionen der Ostalpen. Erste Ergebnisse zeigen
eine überraschend große genetische Vielfalt, die sich nicht immer in
äußeren Merkmalen widerspiegelt. Andererseits können Formen, die sich
in ihrem Aussehen deutlich unterscheiden, genetisch sehr ähnlich
sein.
Bücherflohmarkt
In der Oberen Kuppelhalle organisiert die Abteilung Bibliotheken
des NHM einen Bücherflohmarkt, der Erlöse kommt der Restaurierung
historisch wertvoller Bücher zugute.
Kinderprogramm
Das Naturhistorische Museum bietet auch ein speziell auf Kinder
zugeschnittenes Programm an und möchte Schülerinnen und Schüler die
vielfältige Forschungslandschaft als attraktiven Arbeitsplatz
vorstellen:
BASF Kids & Co. - die Chemie-Mitmach-Show | 16.00-23.00 Uhr
Chemie zum Mitmachen! Werner & Co. warten mit verblüffenden und
spannenden Chemie-Experimenten auf dich. Sie geben dir Tipps -
ausprobieren darfst du es selbst. Komm vorbei, du wirst sehen: Chemie
rockt!
Xtremes - Anpassung an extreme Lebensbedingungen I 17.00-18.30
Uhr und 18.00-19.30 Uhr
Kurzführung plus Forschungslabor für Kinder und Jugendliche
Anmeldung erforderlich: [email protected]
Nach einer Führung machen die Jugendlichen in Kleingruppen
Experimente zu Kälte, Trockenheit, Hitze und Dunkelheit, messen
Wassertemperatur, testen ihre Körperfunktionen, untersuchen
Haarstrukturen und Pflanzengewebe unter dem Mikroskop, berechnen
Volumen und Körperoberfläche und bringen Eiweiß zum Gerinnen.
Mord(s)geschichten | 19.00-20.30 Uhr und 20.00-21.30 Uhr
Kurzführung plus Forschungslabor für Kinder und Jugendliche
Anmeldung erforderlich: [email protected]
Wie können Anthropologen Geschlecht und Sterbealter an
menschlichen Überresten bestimmen? Was kann man sonst noch aus
Skeletten oder Mumien über einen Menschen und sein Leben erfahren?
In der Schausammlung werden anhand verschiedener prähistorischer
(Kriminal-)Fälle Methoden der forensischen Anthropologie besprochen.
Die Jugendlichen erfahren, wie man Krankheitszeichen und
Verletzungen bis hin zu möglichen Todesursachen am Skelett
feststellen kann. Sie lösen in Kleingruppen als interdisziplinäre
Forscherteams einen fiktiven Moorleichenfall. Selbstständig sammeln
sie Indizien zur Klärung des Falles und lernen dabei spezielle
Untersuchungsmethoden kennen.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Irina Kubadinow Leiterin Kommunikation & Medien Naturhistorisches Museum Tel.: 01 / 521 77 410 Mobil: 0664 415 28 55 e-mail: [email protected]
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