Grüne lehnen Atommüll-Endlager Mochovce (Slowakei) ab

Brunner: "Sauberer Strom braucht kein Endlager"

Wien (OTS) - "Sauberer Strom braucht kein Endlager. Statt den Atomstrom-Anteil von derzeit über 50 Prozent noch weiter zu erhöhen, sollte die Slowakei auf erneuerbare Energien setzen." Das und vieles mehr schreibt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, in ihrer Einwendung gegen den geplanten Ausbau des Atommüll-Endlagers Mochovce in der Slowakei, die sie heute eingereicht hat.

Im Rahmen des Ausbaus des slowakischen Atomprogramms soll das Endlager für sehr schwach bis mittelradioaktiven Müll insgesamt um das Fünffache auf 118.000 Kubikmeter erweitert werden. Die geplante Vergrößerung des Endlagers ist nach Meinung der Grünen nur notwendig, weil bis 2013 zwei neue Atomreaktoren in Mochovce in Betrieb genommen werden sollen. "Diese einseitig auf Atomkraft ausgerichtete Energiepolitik führt in eine Sackgasse", warnt Brunner.

Brunner übt auch fachliche Kritik an den Endlagerplänen: "Das sogenannte Endlager ist nur für 300 Jahre ausgelegt. Doch der Müll strahlt tausende oder Millionen Jahre. Was passiert mit dem Strahlenmüll in Mochovce, wenn die atomaren Mistkübel nach 300 Jahren zerfallen und unbewacht bleiben?"

Der österreichischen Regierung wirft Brunner vor, nicht entschieden genug gegen die Atomgefahren aus Nachbarländern vorzugehen:
"Umweltminister Nikolaus Berlakovich schaut tatenlos zu, wie neue Atomkraftwerke in Mochovce und Temelin (Tschechien) errichtet werden."

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