- 21.04.2012, 13:17:48
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ÖAAB-Bildungswissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Marian Heitger verstorben
Hochgebildeter Erziehungswissenschaftler - Pädagogikexperte - grandioser Denker - wertvoller Impulsgeber
Wien (OTS) - Am 7. April 2012 ist Univ.-Prof. Dr. Marian Heitger
im 85. Lebensjahr verstorben. Heute findet in der Pfarre Glanzing im
19. Wiener Gemeindebezirk die heilige Seelenmesse statt.
"Marian Heitger hat durch sein exzellentes Wissen, seine umfassende
humanistische Bildung und sein konsequentes Eintreten für eine
wohlverstandene Entwicklung und Entfaltung von Kindern die
theoretische und systematische Pädagokgik Österreichs geprägt. Neben
seinen herausragenden wissenschaftlichen Studien scheute er sich
nicht, an tagespolitischen Diskussionen teilzunehmen. Er war ein
grandioser Vordenker und ein engagiertes ÖAAB-Mitglied, dem die
Bildungsthemen besonders am Herzen gelegen sind und deren Diskussion
er durch wertvolle Impulse bereichert hat. Heitger war auch Mitglied
der Wissenschaftlichen Begutachtungskommission des Leopold Kunschak
Preises", erinnert sich ÖAAB-Bundesobfrau BM Johanna Mikl-Leitner an
die herausragende Persönlichkeit.
Heitger wurde 1927 im deutschen Hamm geboren. Nach dem Studium der
Pädagogik, Philosophie und Theologie an den Universitäten Paderborn
und Münster war er als Wissenschaftler an mehreren deutschen
Bildungseinrichtungen tätig, bevor er ab dem Jahr 1966 an der
Universität Wien Theoretische und Systematische Pädagogik lehrte,
später auch Sonder- und Heilpädagogik.
Heitger vertrat den Standpunkt einer prinzipienwissenschaftlichen
Pädagogik und verschaffte dieser durch zahlreiche Aktivitäten und
Publikationen starke Resonanz. Eines dieser Prinzipien ist die
"Selbstbestimmung" des Menschen. Ohne den Mensch als das Vermögen
vorauszusetzen, sich selbst bestimmen zu können und auch zu sollen,
könne keine wissenschaftliche Pädagogik beginnen. Heitger war der
Ansicht, dass der Mensch dazu aufgefordert sei, sich zu bilden und
das bedeute, pädagogisch tätig zu werden, was de facto nur per Dialog
möglich sei. Die prinzipienwissenschaftliche Pädagogik Marian
Heitgers ist deshalb vor allem auch eine "Pädagogik des Dialogs".
Außeruniversitär engagierte sich Heitger bei den Salzburger
Hochschulwochen, als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der
Universität Klagenfurt und als Vizepräsident der Wiener Katholischen
Akademie. 1989 erhielt er die "Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille" für
"Verdienste um das Laienapostolat in Österreich".
"Bereits zu seinen Lebzeiten erschien eine Habilitation über sein
Werk. Diese Tatsasche unterstreicht eindrucksvoll seine
herausragenden wissenschatlichen Leistungen", so Mikl-Leitner
abschließend.
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