- 18.04.2012, 11:30:31
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uniko zu Lehrerbildung: Doppelgleisige Zuständigkeit wird abgelehnt
Nur Universitäten können Ausbildung für gesamte Sekundarstufe tragen, flexible Kooperationsmodelle mit Pädagogischen Hochschulen sind möglich
Wien (OTS) - Die Plenarversammlung der Österreichischen
Universitätenkonferenz hat in ihrer Sitzung am 16. April 2012
folgende Eckpunkte als Basis für eine "Lehrer/innenbildung neu"
gefasst:
"Die Universitäten sind in der Lage und bereit, in der
Lehrer/innenbildung die Federführung zu übernehmen und je nach
Gegebenheit des Standortes Kooperationen einzugehen. Diese
Kooperationen mit Pädagogischen Hochschulen sind, soweit sie der
Qualitätssteigerung dienen, zu begrüßen. Jedes Kooperationsmodell
muss so flexibel gestaltet sein, dass standortspezifische
Gestaltungen möglich sind.
Eine gut strukturierte und zukunftsorientierte
Lehrer/innenausbildung kann nur durch klare Zuordnung von
Zuständigkeiten erfolgen. Aufgrund des fundierten Fachwissens sind
nur die Universitäten hervorragend geeignet, die Ausbildung der
Lehrer/innenbildung für die gesamte Sekundarstufe (1 und 2 incl. Neue
Mittelschule) sowie für die Weiterbildung zu tragen (standortabhängig
auch in Kooperation mit einer Pädagogischen Hochschule). Aus diesem
Grund wird eine doppelgleisige Zuständigkeit für die
Lehrer/innenbildung in der Sekundarstufe 1 und 2 abgelehnt."
Die Universitätenkonferenz begründet in einem Positionspapier ihre
Haltung wie folgt:
Die österreichischen Universitäten sind aufgrund der Breite ihres
pädagogischen, fachwissenschaftlichen, künstlerischen und
didaktischen Ausbildungsspektrums gut positioniert, um die
Gesamtverantwortung für die Lehrer/innenbildung der gesamten
Sekundarstufe (1 und 2 incl. Neue Mittelschule) zu übernehmen. Eine
zukunftsorientierte Lehrer/innenbildung kann nur an Institutionen
stattfinden, die über entsprechende wissenschaftliche und
künstlerische Traditionen, Kapazitäten und Ressourcen verfügen. Die
nötige Breite des Angebots, die Möglichkeit interdisziplinärer
Vernetzung sowie die fachwissenschaftliche und künstlerische
Expertise finden sich nur an den Universitäten.
Die Universitäten sichern eine Ausbildung der zukünftigen
Lehrer/innen in einem forschungsorientierten oder künstlerischen
Umfeld, das Voraussetzung ist, um in einer kompetitiven und sich
dynamisch entwickelnden Wissensgesellschaft Kenntnisse entsprechend
vermitteln zu können, und darüber hinaus Basis ist für eine
kontinuierliche Weiterbildung.
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Universitätenkonferenz Floragasse 7 / 7, 1040 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected] Homepage: www.uniko.ac.at
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