• 16.04.2012, 12:07:15
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Arbeiterkammer Oberösterreich erinnerte mit Festakt an den politischen Aufklärer Prof. Hermann Langbein

Linz (OTS) - Heuer wäre der Widerstandskämpfer und
Auschwitz-Überlebende Prof. Hermann Langbein (1912 - 1995) 100 Jahre
alt geworden. Am Montag würdigte die AK Oberösterreich den Streiter
für Demokratie und Menschenrechte mit einem Festakt, an dem 300
Schüler/-innen und Lehrer/-innen teilnahmen. Dabei sprachen
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer, der Politikwissenschafter Univ.-Prof. Anton Pelinka und
der Sohn Hermann Langbeins, der Publizist Kurt Langbein.

Prof. Hermann Langbein ist als Chronist und Erforscher der
Mordfabrik Auschwitz bekannt. Zu seinen Büchern gehören das
Standardwerk "Menschen in Auschwitz" und die autobiographische
Dokumentation "Die Stärkeren". Anfang der 1960er Jahre hatte er
großen Anteil am Zustandekommen der Frankfurter Auschwitz-Prozesse.
Er trug wesentlich zur Aufklärung über die NS-Verbrechen bei und
initiierte die Zeitzeugenaktion, bei der Verfolgte des Hitler-Regimes
in den Schulen berichten.

In ihrer Festrede im Kongresssaal der AK Linz sagte
Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Hermann Langbeins Botschaft
sei hochaktuell. Jeder und jede Einzelne trage Mitverantwortung für
die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus. Dies gelte es
besonders der Jugend nahezubringen.

"Wir können das unrühmliche Kapitel des Faschismus nicht
abschließen, weil seine Ideologie noch immer eine Gefahr darstellt.
Deshalb fördern wir die demokratiepolitische Bildung an Schulen",
betonte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Unbeugsamer Moralist und Vorbild
Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka nannte Hermann Langbein einen
unbeugsamen Moralisten und ein Vorbild, das in seiner Humanität und
Bescheidenheit nicht leicht zu erreichen sei.

Hermann Langbeins Sohn Kurt Langbein erinnerte sich in sehr
persönlichen Worten an seinen Vater: "Er hat nicht mit starren Regeln
erzogen, sondern mit Vertrauen und Zuversicht begleitet."

Am Ende des Festaktes, der von der Gruppe Kohelet 3 musikalisch
umrahmt wurde, überreichten Bundesministerin Heinisch-Hosek und
AK-Präsident Kalliauer an fünf Schulklassen das Buch "Man muss
darüber reden - Schüler fragen KZ-Häftlinge".

Hermann-Langbein-Symposium in der AK
Anschließend begann das Hermann-Langbein-Symposium, das bis 20. April
Lehrern/-innen und Schülern/-innen hochwertige Referate und
Diskussionen zu zeitgeschichtlichen Themen und ihren aktuellen
Bezügen bietet.

Heute, Montag, wird um 19.00 Uhr ebenfalls im Kongresssaal der AK
Linz die neue Hermann-Langbein-Biographie "Zeitlebens konsequent" von
der Autorin Dr.in Brigitte Halbmayr und von Univ.-Prof. Dr. Anton
Pelinka präsentiert.

Ein Foto in druckfähiger Qualität finden Sie unter
www.arbeiterkammer.com zum Herunterladen bereitgestellt.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Dr. Robert Eiter
Tel.: (0732) 6906-2188
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

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