Arbeiterkammer Oberösterreich erinnerte mit Festakt an den politischen Aufklärer Prof. Hermann Langbein

Linz (OTS) - Heuer wäre der Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebende Prof. Hermann Langbein (1912 - 1995) 100 Jahre alt geworden. Am Montag würdigte die AK Oberösterreich den Streiter für Demokratie und Menschenrechte mit einem Festakt, an dem 300 Schüler/-innen und Lehrer/-innen teilnahmen. Dabei sprachen Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, der Politikwissenschafter Univ.-Prof. Anton Pelinka und der Sohn Hermann Langbeins, der Publizist Kurt Langbein.

Prof. Hermann Langbein ist als Chronist und Erforscher der Mordfabrik Auschwitz bekannt. Zu seinen Büchern gehören das Standardwerk "Menschen in Auschwitz" und die autobiographische Dokumentation "Die Stärkeren". Anfang der 1960er Jahre hatte er großen Anteil am Zustandekommen der Frankfurter Auschwitz-Prozesse. Er trug wesentlich zur Aufklärung über die NS-Verbrechen bei und initiierte die Zeitzeugenaktion, bei der Verfolgte des Hitler-Regimes in den Schulen berichten.

In ihrer Festrede im Kongresssaal der AK Linz sagte Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Hermann Langbeins Botschaft sei hochaktuell. Jeder und jede Einzelne trage Mitverantwortung für die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus. Dies gelte es besonders der Jugend nahezubringen.

"Wir können das unrühmliche Kapitel des Faschismus nicht abschließen, weil seine Ideologie noch immer eine Gefahr darstellt. Deshalb fördern wir die demokratiepolitische Bildung an Schulen", betonte AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Unbeugsamer Moralist und Vorbild
Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka nannte Hermann Langbein einen unbeugsamen Moralisten und ein Vorbild, das in seiner Humanität und Bescheidenheit nicht leicht zu erreichen sei.

Hermann Langbeins Sohn Kurt Langbein erinnerte sich in sehr persönlichen Worten an seinen Vater: "Er hat nicht mit starren Regeln erzogen, sondern mit Vertrauen und Zuversicht begleitet."

Am Ende des Festaktes, der von der Gruppe Kohelet 3 musikalisch umrahmt wurde, überreichten Bundesministerin Heinisch-Hosek und AK-Präsident Kalliauer an fünf Schulklassen das Buch "Man muss darüber reden - Schüler fragen KZ-Häftlinge".

Hermann-Langbein-Symposium in der AK
Anschließend begann das Hermann-Langbein-Symposium, das bis 20. April Lehrern/-innen und Schülern/-innen hochwertige Referate und Diskussionen zu zeitgeschichtlichen Themen und ihren aktuellen Bezügen bietet.

Heute, Montag, wird um 19.00 Uhr ebenfalls im Kongresssaal der AK Linz die neue Hermann-Langbein-Biographie "Zeitlebens konsequent" von der Autorin Dr.in Brigitte Halbmayr und von Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka präsentiert.

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