- 12.04.2012, 09:38:19
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Medizin-Uni Linz keine Lösung des Jungmediziner-Exodus
Jungmediziner aus ganz Österreich werden durch "Zwangsturnus" ins Ausland getrieben - Ärztekammer drängt auf Verbesserung der Ausbildung
Wien (OTS) - Von Jahr zu Jahr gehen immer mehr Absolventen der
österreichischen Medizinuniversitäten ins Ausland. Aktuell arbeiten
mehr als 2200 österreichische Mediziner in Deutschland. "In
Österreich wird der Turnus sehr oft als Grundlage für die
Facharztausbildung verlangt, so war das aber nie vorgesehen",
kritisiert der Präsident der Ärztekammer für Wien, Walter Dorner.
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"In Wien gibt es viele Jungmediziner, die bis zu 30 Monate auf
ihren Turnus warten müssen. Diese gehen eben nach Deutschland, um
gleich ihre Facharztausbildung zu beginnen" ergänzt der Referent für
arbeitslose Ärzte und Jungmediziner der Ärztekammer für Wien, Martin
Andreas. Erst wenn man in Österreich die Ausbildung in den
Krankenanstalten verbessere und eine Facharztausbildung direkt nach
dem Studium ermögliche, könne man die jungen Kolleginnen und Kollegen
im Land halten. "Dann wird es auch keinen Medizinermangel in
Oberösterreich geben. Denn schon jetzt gilt für viele
Oberösterreicher, dass der Weg zur direkten Facharztausbildung im
nahen Deutschland deutlich schneller möglich wird", betont Andreas.
Dorner: "Zurzeit arbeiten wir an einer österreichweiten Umstellung
der Ausbildung, die zu einer deutlichen beruflichen Verbesserung für
Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung führen soll." Die österreichweite
Evaluierung der Ausbildung habe dabei "ein großes
Verbesserungspotenzial" gezeigt. Vor allem die Befreiung von
Systemerhaltertätigkeiten und den delegierbaren Tätigkeiten an das
Pflegepersonal sei essenziell, um eine fundierte Ausbildung in
Österreich zu ermöglichen, so Dorner.
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223, 0664/1014222, F:51501/1289
mailto:[email protected]
http://www.aekwien.at
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