- 06.04.2012, 11:21:47
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Greenpeace: Eierfarben zum Selbstfärben enthalten oft problematische Azofarbstoffe
Gesundheitsminister Stöger muss Verbot auf EU-Ebene erwirken
Wien (OTS) - Anlässlich des bevorstehenden Osterfests hat das
Team der Greenpeace-Konsumentenplattform marktcheck.at im heimischen
Handel erhältliche Ostereierfarben zum Selbstfärben unter die Lupe
genommen. Das Ergebnis: In 25 von 29 Produkten sind problematische
Farb- oder Zusatzstoffe -meist Azofarbstoffe - enthalten, nur vier
Produkte enthalten harmlose Farben, darunter zwei aus dem Bioladen.
Azofarbstoffe stehen im Verdacht, Allergien auszulösen oder am
Entstehen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei
Kindern mit beteiligt zu sein. Bereits letzte Woche hat Greenpeace
gefärbte Ostereier aus dem Supermarkt getestet. Viele Hersteller
konnten davon überzeugt werden, problematische Farbstoffe durch
harmlose Substanzen zu ersetzen. "Viele österreichische
Ostereier-Hersteller haben gezeigt, dass man problematische Farben
durch harmlose ersetzen kann. Umso unerklärlicher ist es, dass diese
Farbstoffe in Eierfarben zum Selbstfärben weiterhin im Handel
angeboten werden. Wir fordern von Gesundheitsminister Alois Stöger,
sich für ein Verbot dieser Stoffe in der EU einzusetzen", so Claudia
Sprinz, Konsumentensprecherin bei Greenpeace
Seit Juni 2010 müssen gemäß der EU-Verordnung 1333/2008 Lebensmittel,
die die Azofarbstoffe Chinolingelb (E 104), Tartrazin (E 102),
Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Allurarot (E 129) oder
Cochenillerot A (E 124) enthalten, mit dem gesonderten Warnhinweis
"Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen"
gekennzeichnet sein. Davon ausgenommen sind jedoch ausgerechnet
"Stempelaufdrucke und Farbverzierungen auf den Schalen von Eiern".
"Die Ausnahmeregelung für die besondere Kennzeichnung von
Azofarbstoffen, die Ostereierfarben ausschließt, muss sofort
aufgehoben werden. Es ist nicht einzusehen, dass die Menschen über
die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen dieser Substanzen im
Dunklen gelassen werden", so Sprinz.
"Wer daher am Wochenende Ostereier ohne schlechtes Gewissen
verschenken möchte, sollte sich entweder an unserer Produktliste mit
den Farbeiern aus dem Supermarkt orientieren oder beim Selberfärben
nur Farben aus dem Bioladen oder natürliche Materialien wie zum
Beispiel Gemüse, Beeren oder Gewürze verwenden. Denn nur so kann
ausgeschlossen werden, dass Kinder nicht mit problematischen
Substanzen in Kontakt gelangen", empfiehlt Sprinz.
Eine Liste der überprüften Ostereierfarben ist unter
http://marktcheck.greenpeace.at/eierfarben abrufbar.
Rückfragehinweis:
Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin, Tel: 0664-612 67 31
Ostereiercheck 2012: http://marktcheck.greenpeace.at/9349.html
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