• 04.04.2012, 12:44:21
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ARBÖ: Man muss das Übel endlich an der Wurzel packen

Schluss mit Spekulationen mit Öl und Sprit

Wien (OTS) - Man muss das Übel endlich an der Wurzel packen und es
nicht mehr zulassen, dass der Preis für Rohöl und Sprit durch
Wettspiele an den Börsen zustande kommen, bekräftigt der ARBÖ seine
jahrelange Forderung. Es ist nicht einzusehen, dass die kleinen Leute
vor allem am Lande das ausbaden müssen, was Spekulanten an den Börsen
anrichten. Eine aktuelle EU-Studie hat schwarz auf weiß bestätigt,
was der ARBÖ schon seit Jahren anprangert: die Preise für Rohöl und
Sprit schwanken genauso wie die Preise für Aktien und völlig
losgelöst von der Realität. Im Herdentrieb kaufen Anleger Rohöl,
treiben somit die Preise nach oben und verkaufen dann sofort wieder,
wenn die Preise sinken. Dieses unglaubliche Auf und Ab (siehe
Graphik) trifft nicht "nur" die Autofahrerinnen und Autofahrer,
sondern schadet der Realwirtschaft enorm. In der Folge verteuert sich
alles, das Wohnen, das Essen, das Einkaufen. Durch diese massiven
Preisschübe droht die zarte Pflanze des Wirtschaftswachstums wieder
abgewürgt zu werden.

Es ist höchste Zeit, den Börsenhandel mit Rohöl zu zähmen. Dafür gibt
es eine Reihe von Möglichkeiten, vom Verbot gewisser Handelspraktiken
(Leerverkäufe), bis zu Meldeplichten. Auch die
Finanztransaktionssteuer wäre ein taugliches Mittel gegen wildes
Spekulantentum mit Rohöl, so der ARBÖ. Im Alleingang kann Österreich
dagegen wenig ausrichten. " Aber Österreich soll im Kampf gegen die
Öl- und Spritpreisspekulanten die Initiative ergreifen und eine
Vorreiterrolle spielen", fordert ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia
Ninz vor allem den Wirtschaftsminister zum Handeln auf. Schließlich
gibt es in Österreich als eines der wenigen Ländern Europas die
Pflicht für alle Tankstellen, jede einzelne Preisänderungen an eine
zentrale Behörde (E-Control) zu melden. Damit kann sich der
Wirtschaftsminister in Österreich einen kompletten und genauen
Überblick über die Entwicklung der Spritpreise verschaffen und
realitätsnahe Spritpreismuster der Multinationalen Konzerne
aufspüren.

Neue Maßstäbe hat Österreich - gedrängt durch herzhafte
Interessensvertreter wie dem ARBÖ - in Sachen Spritpreis ohnehin
schon gesetzt: seit drei Jahren dürfen die Preise an den Tankstellen
nur einmal am Tag erhöht werden (12 Uhr Mittag) und seit Sommer 2011
müssen die Tankstellen jede einzelne Änderung zentral melden. Der
ARBÖ hat bereits an der aktuellen Spritpreisdatenbank der E-Control
angedockt und ist über das kostenlose APP (ARBÖ Pannenapp) und über
die Webseite (www.arboe.at) in der Lage, jedem Interessierten die
günstigste Tankstelle in der Nähe zu zeigen. Preisvergleichen und die
günstigste Tankstelle anzufahren, ist das was die Autofahrer tun
können, um den Wettbewerb zu beleben. Nun sind aber auch die
Politiker am Zug.

Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Woitsch
Tel.: (++43-1) 891 21-205
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at

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