Regner zu neuer Verordnung zu OTC-Derivaten: "Herzstück der Finanzmarktregulierung"

Mehr Transparenz wichtige Voraussetzung für Einführung der Finanztransaktionssteuer

Wien (OTS/SK) - Heute, Donnerstag, wurde im EU-Parlament über die Verordnung zu OTC-Derivaten, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister abgestimmt. "Nach langen Verhandlungen mit dem Rat ist es nun gelungen, einen tragfähigen Kompromiss zu erarbeiten. Außerbörslich gehandelte Derivate haben maßgeblich zum Ausbruch der Finanzkrise beigetragen, denn 80 Prozent der Derivate wurden ohne Regulierung und Kontrolle außerhalb der Börse gehandelt", erläutert die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner. "Zukünftig müssen alle Derivate, auch die außerbörslich gehandelten, zentral abgewickelt und gemeldet werden. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde sowie die nationalen Aufsichtsbehörden haben somit Einblick in den laufenden Derivate-Handel", sagt Regner gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Sie betont, dass heute ein "Herzstück der Finanzmarktregulierung" beschlossen worden sei, immerhin mache das Volumen des Derivatehandels weltweit 708 Billionen US-Dollar aus. ****

"Diese neue Transparenz wird dazu führen, dass sich ein umfassendes Bild über den Markt ergibt und man rechtzeitig auf Verwerfungen reagieren kann", betont die Abgeordnete, die stv. Vorsitzende des Rechtsausschusses ist. Darüber hinaus sei die Meldung aller Derivate dafür entscheidend, dass die Finanztransaktionssteuer eingehoben werden könne. "Mit dem heutigen Beschluss haben wir daher eine weitere Hürde auf dem Weg zu einer Finanztransaktionssteuer aus dem Weg geräumt. Die Mehrheit des EU-Parlaments bekennt sich zu dieser Steuer", so Regner.

Eine bessere Regulierung von Derivaten sei auch dafür entscheidend, die Spekulationen auf Rohstoffe einzudämmen. "Wie wir aktuell am Beispiel des steigenden Spritpreises sehen, ist es wichtig, hier rasch zu handeln. Heute wurde dafür erster Schritt gesetzt", sagt die Europaparlamentarierin. (Schluss) up/mp

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