Amon: Neue Mittelschule kommt - Gymnasien bleiben erhalten

Individuelle Förderung und bestmögliche Ausbildung unserer Kinder gesichert

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es ist ein großer Tag für die österreichische Bildungspolitik. Die Neue Mittelschule kommt - das Gymnasium bleibt. Individuelle Förderung, bestmögliche Ausbildung und Betreuung sind damit für unsere Kinder gesichert, bekräftigte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon anlässlich des Beschlusses zur Einführung der Neuen Mittelschule im Nationalrat. Insgesamt sind davon 220.000 Schülerinnen und Schüler, 30.000 Lehrerinnen und Lehrer und über 1.100 Schulstandorte betroffen. In etwa 200 Gesetzesmaterien sind Änderungen erforderlich.

Die Kritik seines Vorredners, des Grünen Abgeordneten Harald Walser, wies Amon vehement zurück: Es sei immer mehr die grüne Philosophie, sich in absoluten Haltungen einzubetonieren und jegliche Beweglichkeit zu verlieren. ÖVP und SPÖ hätten in dieser Frage eine Bildungsreformpartnerschaft begründet, bei der es darum ging, eine Lösung im Interesse der Kinder und Jugendlichen zu finden, so der ÖVP-Abgeordnete, der auch der Bildungsministerin mit dem gesamten Team für die konstruktiven Verhandlungen dankte.

Amon betonte, dass die österreichischen Hauptschulen zum überwiegenden Teil "sehr gute Schulen" seien. Probleme in Ballungsräumen hätten aber eine Weiterentwicklung notwendig gemacht, und diese lege man heute mit der Neuen Mittelschule vor. Man habe aber nicht nur ein Türschild ausgewechselt - "das hätten wir billiger haben können, dazu hätten wir nicht tausende zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer gebraucht und das Budget massiv erhöhen müssen", so Amon zu den Grünen. "Das Gegenteil ist der Fall. Wir setzen ein neues Bildungsmodell auf - eine Schule, die künftig am Standort entscheiden wird, welche Diffferenzierungsmaßnahmen gesetzt werden." Als Formen der Differenzierung stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: die Individualisierung des Unterrichts, ein differenzierter Unterricht in der Klasse, Begabungs- einschließlich Begabtenförderung, Maßnahmen der inklusiven Pädagogik und Diversität, temporäre Bildung von Schülergruppen, Bildung von Förder- bzw. Leistungskursen sowie das Unterrichten im Lehrerteam (Teamteaching).

"All diese Maßnahmen werden künftig eingesetzt werden können, um den Schülerinnen und Schülern individuell die beste Förderung nach Begabungen und Neigungen angedeihen zu lassen - mit dem Ziel, keinen zurückzulassen. Jedem Schüler, jeder Schülerin ist zu jedem Zeitpunkt eine umfassende Allgemeinbildung zu ermöglichen", verwies der Bildungssprecher auf den eingesetzten AHS-Lehrplan. Aus dem Lehrplan der Hauptschule wurde das Fach Ernährung und Haushalt übernommen.

Die Neue Mittelschule sei aber "sicherlich nicht der Endpunkt, denn Bildungspolitik muss sich weiter entwickeln. Schule muss auf neue Gegebenheiten reagieren", verwies Amon abschließend auf Gespräche über die Modernisierung der neunten Schulstufe, die wichtig für die Durchlässigkeit sei.
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