- 29.03.2012, 11:04:51
- /
- OTS0127 OTW0127
ARBÖ fordert: Entlastung, jetzt!
Spritpreise auf Rekordniveau - Politik muss handeln - Pendler entlasten und "Nein" zu E10
Wien (OTS) - Wie der ARBÖ berichtete kletterten die Preise sowohl
für Eurosuper, als auch für Diesel in schwindelnde Höhen. Am
vergangenen Montag wurde ein neuer Allzeitrekord bei Eurosuper von
1,493 Euro pro Liter im Durchschnitt erzielt. Der Dieselpreis
erreichte am gleichen Tag einen Jahresrekordwert von 1,433 Euro pro
Liter. "Stellenweise gibt es Tankstellen, die in Westösterreich für
Eurosuper über 1,50 Euro verlangen", ist ARBÖ-Sprecher Tom Woitsch
schockiert. "Vor Wochen forderten wir die Politik auf, ein Zeichen zu
setzen und diese horrenden Belastungen für Autofahrerinnen und
Autofahrer durch eine Reform der Pendlerpauschalen abzufedern", so
Woitsch.
Derart bittere Spritpreise zur Osterzeit gab es noch nie. Auch einen
solch rasanten Aufwärtstrend des Eurosuper-Preises ist einmalig. Seit
Jahresbeginn 2012 verteuerte sich - in 12 Wochen - Eurosuper um ganze
14 Cent pro Liter im Schnitt. "Es ist Zeit, dass die Politik dagegen
wirkt, jede weitere Minute ist Verschwendung und führt zu weiteren
Belastungen der Autofahrer", ist der ARBÖ-Sprecher überzeugt. Eine
Reform der Pendlerpauschalen ist längst überfällig. Siebzig Prozent
der Pendlerinnen und Pendler in Österreich sind auf dem Weg zur
Arbeit auf das Auto angewiesen, gibt der ARBÖ zu bedenken: Für
Pendlerinnen und Pendler am Land, wo es kaum passende Öffis gibt,
klingt es lächerlich zu argumentieren, sie sollen weniger mit dem
Auto fahren und auf Öffis umsteigen. Das Mindeste ist daher eine
Reform der Pendlerpauschalen, sodass auch Wenig-Verdiener und
Teilzeitkräfte etwas davon haben. Bisher ist es so, dass nur rund die
Hälfte aller Pendlerinnen und Pendler, die aufs Auto angewiesen sind,
überhaupt eine Pendlerpauschale bekommen: Werkstudenten, geringfügig
Beschäftigte, Pensionisten und Wenig-Verdiener schauen bis dato durch
die Finger - das muss sich rasch ändern. Pendlerpauschalen sind ein
Freibetrag, der die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer senkt,
sodass man am Ende weniger Steuer zahlt. Wer aber so wenig verdient,
dass gar keine Lohnsteuer anfällt, hat nichts davon. "Wir fordern
daher die Politik auf, zu handeln und nach Entwurf von 98 neuen
Spar-Gesetzen nur 'eine' Entlastung für die österreichische
Bevölkerung umzusetzen", so Woitsch.
Auch die Pläne von Umweltminister Berlakovich den Agrotreibstoff E10
in die Tat umzusetzen, sind bei der derzeitigen Belastungswelle für
Autofahrer nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei dem derzeitigen
Rekordniveau der Treibstoffpreise ist es laut ARBÖ ausgeschlossen
einen Agrosprit an den Zapfsäulen einzuführen, der ohnehin teurer
verkauft wird als Benzin. Die Einführung von E10 droht daher zur
nächsten Kostenfalle für heimische Autofahrer zu werden, ohne jeden
Erfolg für die Umwelt. Ganz im Gegenteil: Dutzende Experten sind
gegen den Agrosprit und sogar die EU stellt biogenen Treibstoffen in
einer Studie kein gutes Zeugnis aus. Der ARBÖ fordert deshalb ein
unmissverständliches "Nein" zu E10 im Oktober diesen Jahres.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Thomas Woitsch
Tel.: (++43-1) 891 21-205
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAR






