ARBÖ fordert: Entlastung, jetzt!

Spritpreise auf Rekordniveau - Politik muss handeln - Pendler entlasten und "Nein" zu E10

Wien (OTS) - Wie der ARBÖ berichtete kletterten die Preise sowohl für Eurosuper, als auch für Diesel in schwindelnde Höhen. Am vergangenen Montag wurde ein neuer Allzeitrekord bei Eurosuper von 1,493 Euro pro Liter im Durchschnitt erzielt. Der Dieselpreis erreichte am gleichen Tag einen Jahresrekordwert von 1,433 Euro pro Liter. "Stellenweise gibt es Tankstellen, die in Westösterreich für Eurosuper über 1,50 Euro verlangen", ist ARBÖ-Sprecher Tom Woitsch schockiert. "Vor Wochen forderten wir die Politik auf, ein Zeichen zu setzen und diese horrenden Belastungen für Autofahrerinnen und Autofahrer durch eine Reform der Pendlerpauschalen abzufedern", so Woitsch.

Derart bittere Spritpreise zur Osterzeit gab es noch nie. Auch einen solch rasanten Aufwärtstrend des Eurosuper-Preises ist einmalig. Seit Jahresbeginn 2012 verteuerte sich - in 12 Wochen - Eurosuper um ganze 14 Cent pro Liter im Schnitt. "Es ist Zeit, dass die Politik dagegen wirkt, jede weitere Minute ist Verschwendung und führt zu weiteren Belastungen der Autofahrer", ist der ARBÖ-Sprecher überzeugt. Eine Reform der Pendlerpauschalen ist längst überfällig. Siebzig Prozent der Pendlerinnen und Pendler in Österreich sind auf dem Weg zur Arbeit auf das Auto angewiesen, gibt der ARBÖ zu bedenken: Für Pendlerinnen und Pendler am Land, wo es kaum passende Öffis gibt, klingt es lächerlich zu argumentieren, sie sollen weniger mit dem Auto fahren und auf Öffis umsteigen. Das Mindeste ist daher eine Reform der Pendlerpauschalen, sodass auch Wenig-Verdiener und Teilzeitkräfte etwas davon haben. Bisher ist es so, dass nur rund die Hälfte aller Pendlerinnen und Pendler, die aufs Auto angewiesen sind, überhaupt eine Pendlerpauschale bekommen: Werkstudenten, geringfügig Beschäftigte, Pensionisten und Wenig-Verdiener schauen bis dato durch die Finger - das muss sich rasch ändern. Pendlerpauschalen sind ein Freibetrag, der die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer senkt, sodass man am Ende weniger Steuer zahlt. Wer aber so wenig verdient, dass gar keine Lohnsteuer anfällt, hat nichts davon. "Wir fordern daher die Politik auf, zu handeln und nach Entwurf von 98 neuen Spar-Gesetzen nur 'eine' Entlastung für die österreichische Bevölkerung umzusetzen", so Woitsch.

Auch die Pläne von Umweltminister Berlakovich den Agrotreibstoff E10 in die Tat umzusetzen, sind bei der derzeitigen Belastungswelle für Autofahrer nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Bei dem derzeitigen Rekordniveau der Treibstoffpreise ist es laut ARBÖ ausgeschlossen einen Agrosprit an den Zapfsäulen einzuführen, der ohnehin teurer verkauft wird als Benzin. Die Einführung von E10 droht daher zur nächsten Kostenfalle für heimische Autofahrer zu werden, ohne jeden Erfolg für die Umwelt. Ganz im Gegenteil: Dutzende Experten sind gegen den Agrosprit und sogar die EU stellt biogenen Treibstoffen in einer Studie kein gutes Zeugnis aus. Der ARBÖ fordert deshalb ein unmissverständliches "Nein" zu E10 im Oktober diesen Jahres.

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