- 27.03.2012, 09:01:57
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Offener Brief an den Ministerrat: Stoppen Sie endlich den Atomstromhandel des Staatskonzerns Verbund!
- UWD fordert Beschluss zum "Aus für Atomstromhandel" im Ministerrat
Wien (OTS) - - Verbundgesellschaft ist nach wie vor schwarzes
Schaf der heimischen E-Wirtschaft
- Hauptversammlung muss am 12. April die Weichen stellen:
Verbundvorstand darf ohne Antiatom-Roadmap nicht verlängert werden
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrter Herr Vizekanzler!
Der Erfolg der österreichischen Antiatom-Außenpolitik steht und fällt
damit, welche Schritte die Republik Österreich im eigenen Land setzt.
Es ist allerdings eine Tatsache, dass die staatliche
Verbundgesellschaft, deren Geschäftspraktiken der gesamten
E-Wirtschaft in Österreich und Österreichs Ansehen im Ausland schaden
und eine Verhöhnung der Antiatom-Politik der Bundesregierung
darstellen, das schwarze Schaf der heimischen E-Wirtschaft ist.
Fest steht, dass der Verbund als größter Energieversorger und
Wasserkraft-Produzent Österreichs über seine Tochtergesellschaft
Verbund Sales GmbH 79 % Graustrom vertreibt - während österreichweit
andere EVUs ausgestiegen sind.
Fest steht, dass der Verbund seine Pumpspeicherkraftwerke mit
Graustrom aus unbekannter Herkunft betreibt - und sie in der Werbung
als "grüne" Batterien in den Alpen verkauft.
Fest steht, dass der Verbund an Spekulationsgeschäften an den
internationalen Strombörsen mit Graustrom und Atomstrom verdient und
inzwischen mehr Strom in Deutschland als in Österreich verkauft.
Am 12. April 2012, vier Tage vor dem Anti-Atomgipfel, findet die
Hauptversammlung der Verbundgesellschaft statt. Wir verlangen, dass
der Verbund-Vorstand bei dieser Hauptversammlung einen verbindlichen
Ausstiegs-Fahrplan aus seinem Graustrom-Vertrieb und dem Handel mit
Strom unbekannter Herkunft auf den Tisch legt und endlich aus den
Atomgeschäften aussteigt.
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr Vizekanzler!
Die 380 KV-Leitungen in Österreich glühen Tag für Tag gefüllt mit
Atomstrom aus den Schrottmeilern Temelin und Dukovany. Pünktlich zum
Ministerrat fließen mehr als 1.800 MW aus Tschechien nach Österreich
- schauen Sie nicht länger tatenlos zu! Wir fordern Sie zum
wiederholten Mal auf, endlich einen Ministerratsbeschluss zu fassen
und damit den definitiven Ausstieg aus dem Atomstromhandel der
staatseigenen Verbundgesellschaft festzulegen.
Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes
Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes
Rückfragehinweis:
Umweltdachverband Dr.in Sylvia Steinbauer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: (++43-1)40113/21 mailto:[email protected] http://www.umweltdachverband.at
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