• 26.03.2012, 07:56:35
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Greenpeace-Aktion bei Verbund-Zentrale: Schluss mit Atomstrom-Importen

Projektion eines Radioaktivitätszeichens auf Verbund - Hauptgebäude in Wien

Wien (OTS) - Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace haben
heute in den frühen Morgenstunden ein riesiges Radioaktivitätszeichen
und den Slogan "Wasserkraft predigen, Atomstrom verkaufen" auf die
Firmenzentrale der Verbund AG in der Wiener Innenstadt projiziert.
Der Verbund ist der größte Importeur von Atomstrom nach Österreich.
Obwohl 74 Prozent der Bevölkerung ein gesetzliches Importverbot für
Atomstrom verlangt, führt der Verbund weiterhin große Strommengen aus
AKW ein. "Atomstrom hat in Österreich einen Namen: Verbund", so
Greenpeace-Sprecher Jurrien Westerhof.

"Wir verlangen, dass der Verbund auf Geschäfte mit der Atomkraft
verzichtet und stattdessen ein Importverbot für Atomstrom
unterstützt" ,weist Westerhof auf die zentrale Forderung der
Umweltschützer für den am 16. April stattfindenden Anti-Atomgipfel
zwischen Regierung, E-Wirtschaft und Umweltorganisationen hin und
ergänzt, "Gerade der Verbund hätte ausgezeichnete Voraussetzungen, um
von der in vielen europäischen Staaten wie Deutschland bereits
begonnenen Energiewende zu profitieren und sich ausschließlich als
Lieferant von sauberem Strom zu profilieren. Diese Chance wird aber
vergeben."

Greenpeace will, dass Österreich gänzlich auf Atomstrom verzichtet
und den Import gesetzlich verbietet. Denn nur so kann vermieden
werden, dass Geld von den heimischen Kunden bei AKW-Betreibern
landet. Gerade in den Nachbarstaaten Österreichs wie Tschechien oder
der Slowakei will man auch in Zukunft weiter auf Atomkraft setzen und
neue Reaktoren ans Netz bringen. Tschechien zählt aber bereits jetzt
schon zu den größten Stromexporteuren Europas. Diese zusätzlichen
Stromressourcen dienen daher nicht der Stromversorgung in diesen
Ländern, sondern zielen auf Exportgeschäfte nach beispielsweise
Österreich oder Italien ab. Erst mit einem Importverbot von Atomstrom
werden diese AKW-Projekte unrentabel.

"Ohne ein Importverbot für Atomstrom drohen daher neue AKW an
Österreichs Grenzen. Dank Unternehmen wie der Verbund AG finanziert
Österreich alle zehn Jahre einen Atomreaktor", so Westerhof
abschließend.

Rückfragehinweis:
Bild- und Videomaterial von der heutigen Projektion sind auf Anfrage erhältlich

Jurrien Westerhof, Energieexperte, Tel: 0664-61267
Steffen Nichtenberger, Leiter Medienabteilung, Tel: 0664-6126703

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