- 20.03.2012, 10:22:03
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LH Dörfler: In Zeiten von Rekordspritpreisen umsteigen auf die S-Bahn
Öffentlicher Verkehr in Kärnten ist günstig, schnell und umweltfreundlich - Bundesregierung muss rasch Spritpreisregelung einführen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Im Dezember 2010 wurde in Kärnten die erste
S-Bahn, die S 1, eingeführt. Im vergangenen Jahr wurde das System
S-Bahn auf die S 2 und die S 3 erweitert. Dieses System ist jetzt
das Rückgrat des Personenverkehrs in Kärnten. "Wie wichtig die
Einführung der S-Bahn 2010 war, zeigt sich jetzt aufgrund der
Rekordspritpreise. Die S-Bahn bietet den tausenden Kärntner Pendlern
ein verlässliches, günstiges und umweltfreundliches Angebot. Vor
allem sind die monatlichen Kosten kalkulierbar und günstig im
Vergleich zu den Spritpreisen", erklärte heute, Dienstag,
Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
"Es ist einfach unverständlich, dass die Bundesregierung tatenlos
zusieht, wie die Preise an der Zapfsäule täglich steigen und damit
die Österreicher geschröpft werden. Gleichzeitig verzeichnet die ÖMV
Rekordumsätze", so Dörfler, der von der Bundesregierung die rasche
Einführung einer Spritpreisregelung fordert. "Auch wenn wir in den
letzten Jahren in Kärnten durch den massiven Ausbau des öffentlichen
Verkehrs Alternativen zur Nutzung des eigenen PKWs geschaffen haben,
muss der Preis für Benzin und Diesel weiterhin auf einem normalen
Niveau bleiben, damit das Autofahren für die Bürger noch leistbar
bleibt", betonte der Landeshauptmann.
Allein auf der Strecke zwischen Klagenfurt und St. Veit mit einer
Fahrtstrecke von beispielsweise rund 20 Kilometern pro Fahrtrichtung
können Pendler über 300 Euro pro Jahr sparen. Dass die S-Bahn nicht
nur günstiger, sondern auch schneller ist, wird morgen Mittwoch im
Rahmen einer Wettfahrt, Bahn gegen PKW, demonstriert. Um exakt 17:04
wird der Landeshauptmann mit dem PKW vom Klagenfurter Bahnhof in
Richtung St. Veit starten. Gleichzeitig wird der St. Veiter
Bürgermeister Gerhard Mock zusammen mit ÖBB Personenverkehr
Regionalleiter Manfred Oberrauner in Klagenfurt in die S 1 Richtung
St. Veit steigen. Gemeinsames Ziel ist der Fuchspalast in St. Veit.
"Ich möchte damit den tausenden Pendlern zeigen, wie schnell die
S-Bahn in Kärnten unterwegs ist und welchen Komfort diese bietet.
Während speziell in der Morgen- und in der Abendverkehrsspitze sich
die Autofahrer in die bzw. aus der Stadt heraus stauen und ein großer
Anteil des teuren Treibstoffs beim Stehen verbrennt, ist die S-Bahn
staufrei und verlässlich unterwegs" so der Landeshauptmann.
"Das Angebot des öffentlichen Verkehrs in Kärnten und auch die
bestehende Infrastruktur werden ständig weiterentwickelt. Im Rahmen
des Pendlergipfels wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die jetzt
das weitere Potential für Verbesserungen untersucht. So soll das Park
& Ride Angebot ausgebaut werden und insgesamt für Pendler das Angebot
verbessert werden.
Insgesamt wurde das Angebot mit der Einführung der S-Bahn um
310.000 km erhöht, dadurch werden täglich rund 60 Verbindungen mehr
gefahren und die Sitzplatzkapazität wurde um neun Prozent erhöht. Im
Stadtgebiet bzw. im Nahbereich von Klagenfurt ergibt sich ein
attraktives innerstädtisches Verkehrsangebot mit zukünftig zehn
Haltestellen, womit der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr
besonders attraktiv gemacht wird. Dadurch könnte durch die S-Bahn
eine massive Entlastung der Einfahrtsstraßen von Klagenfurt erreicht
werden (Rosentaler Straße, Villacher Straße, St. Veiter Straße). Das
Land Kärnten investiert dafür jährlich rund 2,2 Millionen Euro.
Durch den Umstieg vom PKW auf die S-Bahn werden massiv schädliche
Emissionen, wie CO 2 oder Feinstaub, reduziert. Beispielsweise spart
ein einziger Pendler, der auf der Strecke Spittal - Klagenfurt vom
PKW auf die Schiene umsteigt, rund 3.000 kg CO 2 Emissionen pro Jahr
ein.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
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