• 19.03.2012, 11:42:49
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AUGE/UG und KIV/UG laden am 21. März zum "Sozialgipfel Reloaded"

Alternativer Sozialgipfel will Überlastung und Arbeitsdruck im Bereich Sozialer und Gesundheitsdienste auf- und anzeigen

Wien (OTS) - Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in AK und
GPA-djp (AUGE/UG) und GdG-KMSfB (KIV/UG) laden am 21. März zum
"Sozialgipfel Reloaded" ins Bildungszentrum der AK-Wien. "Im Zentrum
des diesjährigen Sozialgipfels steht neben der Vernetzung von
BelegschaftsvertreterInnen, GewerkschafterInnen und Beschäftigten des
Sozial-, Gesundheits-, Elementar- u. Erwachsenen-Bildungs-Bereichs
der Erfahrungsaustausch über mögliche Protest- und Widerstandsformen
- von Überlastungsanzeigen über Kampagnen bis hin zu Streiks - gegen
eine Politik des Kaputtsparens und der Erhöhung des Arbeitsdrucks auf
Kosten der Beschäftigten und der KlientInnen und für die
Bereitstellung der schon seit über drei Jahren geforderten,
notwendigen Sozialmilliarde! Dazu wird es inhaltliche Inputs und
Workshops zum Austausch geben," umreißt Christine Rudolf vom
Organisationsteam, politische Sekretärin der KIV/UG - Konsequente
Interessensvertretung in der GdG-KMSfB und AK-Rätin der AUGE/UG in
Wien, das Gipfelprogramm.

Zwt.: Umfangreiches Programm

Inhaltliche Inputs kommen von a.o. Univ.-Prof. Nikolaus Dimmel,
Experte für Soziale Dienste und Sozialpolitik an der Universität
Salzburg, der über "Arbeitskonflikte und Arbeitskämpfe im
Sozialbereich" referieren wird, und von Kati Ziemer, Betriebsrätin
und verdi-Funktionärin an der Berliner Charité, die unter dem Titel
"Hochleistungsmedizin versus Billiglohn" von den Streikerfahrungen am
traditionsreichen Berliner Krankenhaus berichten wird. Workshops
werden neben BelegschaftsvertreterInnen u.a. von Elisabeth Hammer
(Verein kritische Soziale Arbeit), Birgit Meinhard Schiebel (IG
pflegende Angehörige) und Karl Heimberger (Betriebsrat
wissenschaftliches Personal MedUni/AKH Wien) geleitet.

Zwt.: Weitere Einsparungen im Zeichen der Schuldenbremse drohen!

Mit den kürzlich präsentierten Budgetkonsolidierungsmaßnahmen
droht sich der Druck auf den Sozial-, Gesundheits- und
Bildungsbereich noch zu verschärfen: "Unter Überschriften wie
'Kürzung von Ermessensausgaben' oder 'Reform des Fördersystems'
verstecken sich vielfach Kürzungen bei Sozialen Diensten. Und die
können dramatisch hoch ausfallen," erinnert Markus Koza,
Bundessekretär der AUGE/UG - Alternative und Grüne Gewerkschaften in
der GPA-djp und in der AK und Vertreter der UG - Unabhängige
GewerkschafterInnen im ÖGB-Vorstand, an veranschlagte Einsparungen im
Umfang von 1 Mrd. Euro alleine aus dem Umbau des Fördersystems. "Wenn
Länder und Gemeinden gleichzeitig bis 2016 einen ausgabeseitigen
Konsolidierungsbeitrag von rund 2,6 Mrd. Euro, das Gesundheitssystem
von über 1,3 Mrd. Euro erbringen soll, drohen auch diese Einsparungen
zu einem nicht geringen Teil auf Kosten von Beschäftigten,
Angehörigen und Betroffenen im Sozial- und Gesundheitsbereich zu
gehen."

Zwt.: Keine Nulllohnrunden auf Kosten von Fraueneinkommen und
Beschäftigten in sozialen Diensten!

Auf heftige Kritik stoßen in diesem Zusammenhang auch von Ländern
und Gemeinden angekündigte Nulllohnrunden für öffentliche
Bedienstete: "Das würde auch Nulllohnrunden für KrankenpflegerInnen,
für KindergärtnerInnen und SozialarbeiterInnen in den Gemeinden
bedeuten. Und: viele private Sozialeinrichtungen sowie Einrichtungen
des elementaren Bildungsbereichs sind unmittelbar an Löhne und
Gehälter im öffentlichen Dienst gebunden. Damit drohen auch hier
Nulllohnrunden, in einem Bereich, in dem besonders viele Frauen
arbeiten und die Einkommen 17 % unter dem Durchschnitt liegen. Das
ist unzumutbar und inakzeptabel, da sind die Gewerkschaften
jedenfalls gefordert."

Die öffentliche Hand hat eine Verantwortung für die Beschäftigten
in den Sozialen Einrichtungen, die im Auftrag von Bund, Ländern und
Gemeinden Pflege-, Betreuungs- und Bildungsleistungen erbringen. Hier
weiter öffentliche Ausgaben zu kürzen geht unmittelbar zulasten von
Frauen und erhöht den Arbeitsdruck, was unmittelbar zu Überlastung
führt. "Denn die Arbeit wird nicht weniger, im Gegenteil, alle
Studien gehen von einem steigenden Bedarf an Pflege- und
Betreuungseinrichtungen in der Zukunft aus. Die öffentliche Hand muss
langfristig entsprechende finanzielle Mittel sicherstellen, die den
Betroffenen menschenwürdige Betreuungsverhältnisse und den
Beschäftigten entsprechend faire Einkommens- und Arbeitsbedingungen
garantieren," schließt Koza.

Der Sozialgipfel reloaded findet am 21. März 2012 von 16.00 bis
ca. 20.30 Uhr im Bildungszentrum der AK-Wien, Theresianumgasse 16 -
18 Uhr statt. Programm unter www.kiv.at/vernetzung.soziales

Um 13.00 Uhr gibt es außerdem zum Auftakt einen Flashmob zum Thema
"Achtung Gefährdung! Wir zeigen an/auf!" - Resselpark/Ausgang
U-Bahnstation Karlsplatz. Was passiert, wenn in Teilen des
Sozialbereichs eingespart wird und welche Folgen für andere Teile zu
erwarten sind, und warum vor entsprechenden "Dominoeffekten" dringend
zu warnen ist!

VertreterInnen der Medien sind herzlich willkommen!

Rückfragehinweis:

Markus Koza
   Bundessekretär der AUGE/UG
   Tel.: 0676/951 27 82
   mail: [email protected]
   Internet: www.auge.or.at
   
   
   Christine Rudolf
   politische Sekretärin der KIV/UG
   AK-Rätin der AUGE/UG in Wien
   Tel.: 0676/340 05 42
   Mail: [email protected]
   Internet: www.kiv.at

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