- 16.03.2012, 14:01:55
- /
- OTS0156 OTW0156
Kärnten: Euregio "Senza Confini" - Gemeinsam die Zukunft gestalten
LH Dörfler sowie die Präsidenten Tondo und Zaia unterzeichneten in Triest Übereinkunft zum EVTZ - Großer Schritt nach vorne für ein kleines, vitales, buntes Europa
Triest, Klagenfurt (OTS/LPD) - In den gemeinsamen Beziehungen
zwischen Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Veneto wurde heute,
Freitag, in Triest ein Meilenstein gesetzt. Die drei Regierungschefs
Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Präsident Renzo Tondo und Präsident
Luca Zaia haben im Anschluss an eine trilaterale Regierungssitzung
die Übereinkunft für eine gemeinsame Euregio unterzeichnet. Es ist
dies die "Euregio Senza Confini - Euregio ohne Grenzen" auf Basis des
Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Nach
der formalen Bestätigung durch die italienische Regierung in Rom soll
es in wenigen Monaten den endgültigen Abschluss mit einer
Feierlichkeit in Venedig geben. An der Sitzung nahmen auch Präsident
Ivan Jakovcic aus der Gespanschaft Istrien und Generalkonsulin Vlasta
Valencic Pelikan für die Republik Slowenien als Zuhörer teil. Beide
betonten für ihre Länder den Wunsch, ebenfalls bald dem EVTZ
anzugehören. Von allen betont wurde die Bedeutung der heutigen
Unterzeichnung. Man zeigte sich zuversichtlich, mit der Stärke dieser
Euregio große Vorhaben voranbringen zu können.
Dörfler sagte, dass nach langen Vorbereitungen ein Fundament für
die Zukunft gelegt worden sei. Aufbauend auf den engen persönlichen
Beziehungen und der guten Nachbarschaft wolle man ein kleines,
vitales, dynamisches, buntes und friedliches Europa an der oberen
Adria entwickeln. In vielen Bereichen wie Tourismus, Infrastruktur,
Sport, Gesundheit wolle man gemeinsame Projekte voranbringen. Es
müsse viel in Forschung und Entwicklung investiert werden, Europa
brauche aber auch ein Comeback von Industriearbeitsplätzen. Der
Landeshauptmann appellierte für ein Europa der Regionen, das zudem
eine gemeinsame Vision brauche. Als Erfolgsbeispiel der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit verwies er auf die gemeinsamen
Bemühungen um die Baltisch-Adriatische Achse. Ohne diese
Gemeinsamkeit hätte man dafür keinen Durchbruch in Brüssel erzielt.
Gemeinsam würden alle Regionen von Danzig/Helsinki bis
Bologna/Ravenna von dieser Achse und ihrer Verbindung mit den Häfen
profitieren. Dörfler dankte für die Vorbereitung der heutigen
trilateralen Sitzung und betonte den Wunsch, gemeinsam in eine gute
Zukunft zu gehen.
Tondo und Zaia betonten, dass man mit der Euregio einen großen
Schritt nach vorne mache. Man steige aus der Arbeitsgemeinschaft
Alpen Adria aus, weil diese überholt sei, nehme jedoch die positiven
Erfahrungen in die Zukunft der Euregio mit. Beide strichen auch
hervor, dass viel Engagement von allen drei Ländern in diese Euregio
investiert worden sei. Alle drei Regierungschefs sagten, dass die
Euregio größer werden müsse, insbesondere werde die Mitgliedschaft
der zwei kroatischen Gespanschaften Primorsko-Goranska und Istriana
sowie Sloweniens angestrebt.
Tondo und Dörfler konnten im Regierungsgebäude eine Schülergruppe
aus Texas begrüßen, die gleichsam Taufpaten des heutigen Festaktes
waren. Dörfler zeigte sich zuversichtlich, dass künftig die Kenntnis
der Sprachen der Nachbarregionen kein Problem mehr sein werde. Diese
Euregio, die mit rund neun Millionen Bewohnern eine der größten in
Europa sein wird, werde auch das Kapital ihrer Kulturen und Sprachen
entwickeln.
An der trilateralen Regierungssitzung nahmen aus Kärnten LHStv.
Uwe Scheuch, LHStv. Peter Kaiser, LR Achill Rumpold, LR Beate
Prettner und LR Christian Ragger sowie Landesamtsdirektor Dieter
Platzer teil.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL






