• 13.03.2012, 14:32:34
  • /
  • OTS0185 OTW0185

Lohfeyer: Umfangreiche Kinderrechtsbildung ist ein Gebot der Stunde

Weltweite Kampagne zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Petitionsausschuss

Wien (OTS/SK) - Anlässlich eines Hearings im Ausschuss für
Petitionen und Bürgerinitiativen fordert SPÖ-Sprecherin für
Petitionen und BürgerInneniniativen Rosa Lohfeyer die Stärkung der
Kinderrechtsbildung an Österreichs Schulen. "Allen Kindern stehen
dieselben Rechte zu - noch immer aber werden diese auch verletzt.
Daher braucht es eine verstärkte Sensibilisierung der Kinder, der
Pädagoginnen und Pädagogen sowie der Eltern, was man gegen die
Verletzung von Kinderrechten - zumal sie in Österreich bereits in der
Verfassung verankert sind - tun kann", so Lohfeyer am Dienstag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Im Mittelpunkt des
Petitionsausschusses stand aber die weltweite Kampagne zum Schutz von
Kindern gegen sexuelle Ausbeutung. Die Hauptforderung dieser Kampagne
ist die Ausweitung der Hilfs- und Betreuungsangebote für Opfer von
Kinderhandel, sowie die Installierung einer Hotline beziehungsweise
eines Meldesystems und die Bildung von Expertenteams zum Aufspüren
von Kinderhandel. Weltweit haben diese Initiative über sechs
Millionen Menschen unterzeichnet. ****

"Je besser Menschen sensibilisiert sind, desto wahrscheinlicher ist
es, dass Verbrechen wie sexuelle Ausbeutung durch Prostitution,
Pornografie und Kinderhandel auf die Spur gekommen wird", so
Lohfeyer, die in diesem Zusammenhang auch eine bessere Koordination
zwischen Bund, den Bundesländern und den verschiedenen Ministerien
fordert. Menschenhandel sei das drittgrößte kriminelle Geschäft
weltweit und Österreich sei dabei sowohl Ziel- als auch Transitland
für gehandelte Kinder und Jugendliche aus dem osteuropäischen,
afrikanischen und asiatischen Raum. "Armut, Missbrauch, häusliche
Gewalt und der Wunsch nach einem besseren Leben machen Kinder sehr
leicht verwundbar. Straßenkinder, Angehörige ethnischer Minderheiten
beziehungsweise Kinder in Flüchtlingslagern sind besonders in Gefahr,
Opfer von Kinderhandel zu werden. Hier muss die internationale
Staatengemeinschaft aktiv werden", betont Lohfeyer.

Die Kinderschutzorganisation "ECPAT" fordert in ihrem
Länder-Fortschrittsbericht, dass die Thematik auch als Teil einer
umfassenden Bildungsstrategie zu Menschen und Kinderrechten in die
Lehrpläne aller Schulen aufgenommen werden sollte und
selbstverständlich auch in die Lehrenden-Bildung. "Wir brauchen
zielgenauere und mehrdimensionale Präventionsprogramme sowie
bewusstseinsbildende Maßnahmen, die spezifisch auf Zielgruppen
abgestimmt sind. Hier sind auch die Bundesländer einmal mehr
gefordert, gemeinsam mit dem Bund an einem Strang zu ziehen", so
Lohfeyer abschließend. (Schluss) mb/rm/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel