- 13.03.2012, 13:08:58
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Regner: Appell an EU-Kommission bei Reform der Genossenschaften
Vizepräsidentin des Rechtsausschusses für stärkere Berücksichtung der ArbeitnehmerInnen-Interessen
Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner
kommentiert die heutige Abstimmung über das "Statut der Europäischen
Genossenschaft hinsichtlich der Beteiligung der ArbeitnehmerInnen" im
Plenum des EU-Parlaments in Straßburg. "Das ist ein wichtiges Signal
für die EU-Kommission, die nötigen Reformen für das Statut der
Europäischen Genossenschaften in Angriff zu nehmen um die
Attraktivität der EU-Genossenschaft zu erhöhen. Wichtig ist vor allem
die Vereinfachung des Statuts der EU-Genossenschaft unter
Beibehaltung der Einbindung der ArbeitnehmerInnen, um faire
Bedingungen für alle zu gewährleisten", sagt Regner,
Schattenberichterstatterin sowie Verfasserin der Stellungnahme im
Rechtsausschuss des EU-Parlaments. ****
"Das EU-Parlament ist klar zum Schluss gekommen, dass die Komplexität
des Statuts mit zu vielen Verweisen auf die nationalen
Rechtsordnungen ein Hindernis darstellt, diese Gesellschaftsform zu
wählen - und nicht die Beteiligung der ArbeitnehmerInnen, die klar,
einheitlich und europäisch geregelt ist", erklärt Regner.
Die Ausgestaltung der Rechtsform hat eine entscheidende soziale und
politische Funktion. In Europa benötigen wir in dieser Frage gerade
als Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise einen Wertwandel.
Unternehmen sind unter dem Blickwinkel einer sozialen Organisation zu
sehen, die mit einer Vielzahl von Akteuren zusammenarbeitet. Dabei
müssen Unternehmen auch verantwortungsvoll ihren Aufgaben gegenüber
Anteilseignern, Arbeitnehmern, Gläubigern sowie der Gesellschaft
nachkommen. Regner: "Die Einbeziehung dieser Gruppen in die
individuellen Entscheidungen von Unternehmen ist eine entscheidende
Grundlage dafür, dass die Verantwortung der Unternehmen gegenüber der
Gesellschaft und nachhaltiges Wirtschaften keine Lippenbekenntnisse
bleiben. Wirtschaften braucht Regeln." Gesellschaftsrechtliche
Rahmenbedingungen ohne klare Regeln und Sanktionen führen sonst zu
einem Vertrauensverlust. (Schluss) up/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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