- 08.03.2012, 13:28:54
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JUGENDVERTRETUNG: Frauenarmut ist Kinderarmut! Gleiche Teilhabe am Arbeitsmarkt längst fällig!
Zum heutigen Frauentag macht die BJV auf die Benachteiligungen von Frauen aufmerksam, die sich auch massiv auf Kinder und Jugendliche auswirkt!
Wien (OTS) - Das Resümee der Bundesjugendvertretung (BJV) zum
heutigen Frauentag ist ernüchternd: "Seit Jahren trippeln wir nur
dahin, aber wir brauchen in Sachen Gleichstellung endlich große
Schritte vorwärts", so die Vorsitzende Rodaina El Batnigi.
Frauen sind nach wie vor überdurchschnittlich von Armut bedroht. "Am
heutigen Frauentag wollen wir auf dieses Tabuthema aufmerksam
machen", betont El Batnigi.
Besonders betroffen sind Alleinerzieherinnen und Migrantinnen, auch
die Armutsgefährdung von Kindern ist überdurchschnittlich hoch.
"Leben in Armut hat vielfache Auswirkungen. Kinder, die in Armut
aufwachsen, haben mit schlechterer Wohnsituation, schlechterer
Gesundheit und Bildungschancen zu kämpfen. Durch diese
Beeinträchtigungen geht unserer Gesellschaft viel Potenzial
verloren", so die Vorsitzende.
Armut von Frauen ist kein persönliches Schicksal, sondern hat
strukturelle Ursachen: "Fast jede zweite Frau arbeitet nur Teilzeit,
und das nicht immer freiwillig! Kinderbetreuung und andere unbezahlte
Arbeit wird vom Großteil der Gesellschaft immer noch als Frauensache
angesehen. Das muss sich endlich ändern", fordert El Batnigi. Die
schlechtere Stellung am Arbeitsmarkt ist für Frauen auch mit fatalen
langfristigen Auswirkungen verbunden, erklärt die Vorsitzende weiter:
"Wer weniger verdient, bekommt eine niedrigere Pension. Dadurch sind
auch Pensionistinnen überdurchschnittlich armutsgefährdet!"
Die Bundesjugendvertretung fordert daher:
- gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
- flächendeckendes Netz an leistbaren Kinder- und
Pflegebetreuungseinrichtungen
- mehr Frauen in Führungspositionen, auch mit vorgegebenen Quoten
- gerechte Aufteilung von unbezahlter Arbeit (Kinderbetreuung,
Pflege, Haushalt)
- Förderung von Männerkarenz und bewusstseinsbildende Maßnahmen in
Betrieben
- geschlechterspezifische Berufs- und Bildungswegorientierung in den
Schulen
Abschließend fordert die Vorsitzende, dass die Gesellschaft endlich
einen modernen Familienbegriff und neue Rollenbilder verinnerlichen
und vorleben muss: "Junge Mädchen brauchen Vorbilder!"
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0676/ 880 111 048
mailto: [email protected]
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