• 07.03.2012, 14:29:24
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LR Ragger: Arbeit schaffen, das beste Mittel gegen Armut

Kärnten hat "geerbten" hohen Sockel an Armutsgefährdeten

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Jeder einzelne Kärntner, der aufgrund
seines geringen Einkommens gemäß dem IHS-Bericht als armutsgefährdet
gilt, ist einer zu viel", betonte heute, Mittwoch, Sozialreferent LR
Christian Ragger. Er verwies darauf, dass ein wesentlicher Teil der
bestehenden Armut aus der Vergangenheit geerbt wurde. "Kärnten hat
bedauerlicherweise einen großen Anteil von Pensionisten, deren
erworbene Rentenansprüche unter der Mindestgrenze
(Ausgleichszulagenrichtsatz) liegen.

Für Ragger gibt es nur ein wirksames Gegenmittel: "Wir müssen uns
um Beschäftigung kümmern, damit wir morgen viel weniger Personen
haben, welche diesen Zuschuss brauchen", meinte er. "Wer im
Pensionsalter ist, kann sich nicht mehr helfen, daher gibt es in
Kärnten unter anderem für diese Zielgruppe den Teuerungsausgleich und
auch bei der Mindestsicherung ist Kärnten das einzige Bundesland, das
einen zehnprozentigen Bonus für Berechtigte über 60 auszahlt", nannte
Ragger Kärntner Initiativen zur Milderung der Altersarmut.

Naturgemäß werde durch Sozialleistungen und Förderungen Armut
reduziert und dies sei auch notwendig. Das Problem könne damit
vorübergehend gemildert werden, aber die Wurzel der Misere bleibe
allein damit unbereinigt. "Das Ziel, die Erlangung einer
Beschäftigung und der Ausstieg aus der Armut aus eigener Kraft muss
daher stets im Fokus der Sozialpolitik stehen", betonte der
Sozialreferent.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Beschäftigungsinitiative
für Empfänger von einer Mindestsicherung. AMS und Land decken 90
Prozent der Kosten solcher Arbeitsplätze ab. Die Ausgaben der
Mindestsicherung konnten von 25 Millionen auf elf Millionen Euro
reduziert werden. "Jeder Euro, der für Beschäftigung investiert wird,
ist besser verwendet als einer, der für die bloße Alimentierung
aufgewendet wird", so Ragger.

Der Sozialreferent betonte auch, dass der Kampf gegen die Armut
eine entscheidende Aufgabe der Sozialpolitik sei, die sich aber nicht
allein in Transferzahlungen, so wichtig sie auch seien, erschöpfen
dürfe, sondern auch andere Bereiche wie die Schul- und
Familienpolitik umfasse.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

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