Umweltdachverband: Sprengungen in den Donau-Auen sind ökologische Schändung des Nationalparks!

- NÖ Naturschutzlandesrat Pernkopf muss entsprechende Konsequenzen ziehen

Wien (OTS) - UWD fordert von Pernkopf: Nationalpark-Kernzone darf nicht angetastet werden

Wie im wilden Westen und ein veritabler Naturschutzskandal inmitten des am besten geschützten Naturschutzgebietes Europas: In der Kernzone des Nationalparks Donau-Auen - in einem Seitenarm der Donau in Fischamend - wurden rechtswidrige Sprengungen durchgeführt. "Solche "Bumser-Methoden" in der Naturzone eines Nationalparks, die noch dazu ein bekannter Wintereinstandsbereich der Donaufische ist, sind definitiv gesetzwidrig. Das Vorgehen zeigt das derzeitige Sittenbild in Sachen Nationalpark, wie einzelne Akteure glauben, mit diesem Schutzgebiet umgehen zu können. LR Stephan Pernkopf muss dafür sorgen, dass diese Praxis eingestellt und aufs schärfste geahndet wird - immerhin muss er solche Eingriffe politisch verantworten", fordert Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.

Naturschutzrecht missachtet - großer Schaden für die Ökologie im Nationalpark!
Insgesamt wurden rund 25 Löcher ins Eis gesprengt. Spektakulär ist dabei der Schaden an der Natur: Hunderte tote Fische sind in den wieder zugefrorenen Sprenglöchern sichtbar, zahlreiche liegen tot unter der Eisdecke. "Für den Eingriff, der ohne Wissen des Nationalparks Donau-Auen - der diesen Anschlag auf das Schutzgebiet nie und nimmer genehmigt hätte - durchgeführt wurde, wurde offenbar weder ein wasserrechtliches, fischereirechtliches noch naturschutz-bzw. nationalparkrechtliches Verfahren durchgeführt. Lediglich eine mündliche Zusage des Bezirkshauptmanns soll es gegeben haben. Die Missachtung des gesetzlich verankerten Eingriffsverbots in den Nationalparkkernzonen in NÖ scheint auch seitens der Behörde Methode zu haben. Schon beim höchst umstrittenen Naturversuch Bad Deutsch-Altenburg wurde das gesetzliche Eingriffsverbot missachtet. Der Umweltdachverband fordert von LR Pernkopf lückenlose Aufklärung dieser Gesetzwidrigkeiten. Eine derartige Schändung muss Konsequenzen haben - auch behördenintern. Da man beim gestrandeten Baggerschiff in Regelsbrunn ebenfalls denkt, mit Sprengstoff vorzugehen, muss LR Pernkopf jetzt garantieren, dass sich derartige Rechtswidrigkeiten im Nationalpark Donau-Auen nicht wiederholen", so Heilingbrunner abschließend.

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