• 24.02.2012, 11:01:34
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Umweltdachverband: Sprengungen in den Donau-Auen sind ökologische Schändung des Nationalparks!

- NÖ Naturschutzlandesrat Pernkopf muss entsprechende Konsequenzen ziehen

Wien (OTS) - UWD fordert von Pernkopf: Nationalpark-Kernzone darf
nicht angetastet werden

Wie im wilden Westen und ein veritabler Naturschutzskandal
inmitten des am besten geschützten Naturschutzgebietes Europas: In
der Kernzone des Nationalparks Donau-Auen - in einem Seitenarm der
Donau in Fischamend - wurden rechtswidrige Sprengungen durchgeführt.
"Solche "Bumser-Methoden" in der Naturzone eines Nationalparks, die
noch dazu ein bekannter Wintereinstandsbereich der Donaufische ist,
sind definitiv gesetzwidrig. Das Vorgehen zeigt das derzeitige
Sittenbild in Sachen Nationalpark, wie einzelne Akteure glauben, mit
diesem Schutzgebiet umgehen zu können. LR Stephan Pernkopf muss dafür
sorgen, dass diese Praxis eingestellt und aufs schärfste geahndet
wird - immerhin muss er solche Eingriffe politisch verantworten",
fordert Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des
Umweltdachverbandes.

Naturschutzrecht missachtet - großer Schaden für die Ökologie im
Nationalpark!
Insgesamt wurden rund 25 Löcher ins Eis gesprengt. Spektakulär ist
dabei der Schaden an der Natur: Hunderte tote Fische sind in den
wieder zugefrorenen Sprenglöchern sichtbar, zahlreiche liegen tot
unter der Eisdecke. "Für den Eingriff, der ohne Wissen des
Nationalparks Donau-Auen - der diesen Anschlag auf das Schutzgebiet
nie und nimmer genehmigt hätte - durchgeführt wurde, wurde offenbar
weder ein wasserrechtliches, fischereirechtliches noch naturschutz-
bzw. nationalparkrechtliches Verfahren durchgeführt. Lediglich eine
mündliche Zusage des Bezirkshauptmanns soll es gegeben haben. Die
Missachtung des gesetzlich verankerten Eingriffsverbots in den
Nationalparkkernzonen in NÖ scheint auch seitens der Behörde Methode
zu haben. Schon beim höchst umstrittenen Naturversuch Bad
Deutsch-Altenburg wurde das gesetzliche Eingriffsverbot missachtet.
Der Umweltdachverband fordert von LR Pernkopf lückenlose Aufklärung
dieser Gesetzwidrigkeiten. Eine derartige Schändung muss Konsequenzen
haben - auch behördenintern. Da man beim gestrandeten Baggerschiff in
Regelsbrunn ebenfalls denkt, mit Sprengstoff vorzugehen, muss LR
Pernkopf jetzt garantieren, dass sich derartige Rechtswidrigkeiten im
Nationalpark Donau-Auen nicht wiederholen", so Heilingbrunner
abschließend.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband
   Dr.in Sylvia Steinbauer
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: (++43-1)40113/21
   mailto:[email protected]
   http://www.umweltdachverband.at

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