• 24.02.2012, 09:48:01
  • /
  • OTS0047 OTW0047

Greenpeace-Neuseeland: Nein zu neuen Shell-Bohrungen in der Arktis!

Aktivisten demonstrieren gegen Auslaufen des ersten Bohrschiffes

New Plymouth/Wien (OTS) - Gegen geplante Ölbohrungen in einer der
letzten beinahe unberührten Regionen der Welt demonstrieren
Greenpeace-Aktivisten seit gestern an einem von Shell gecharterten
Öl-Bohrschiff im Hafen von New Plymouth. Der Grund: Das Schiff, die
"Noble Discoverer" ist auf dem Weg in die Arktis, um im Juli vor der
Küste Alaskas mit der Ölsuche zu beginnen. Kletterer von Greenpeace
befinden sich auf dem Bohrturm des Schiffes und haben dort Banner mit
der Forderung: "Stopp Shell" und "Schützt die Arktis" gehängt. Die
Aktivisten sind so ausgerüstet, dass sie für mehrere Tage auf dem
Turm ausharren können. Seit den frühen Morgenstunden (MEZ)
informieren Greenpeace-Aktivisten zudem die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter von Shell vor den Konzernzentralen in Deutschland,
Norwegen, Finnland, Dänemark und Schweden über die Aktion. Greenpeace
fordert den Stopp der industriellen Ausbeutung der Arktis. Ölkonzerne
dürfen für die Arktis keine Bohrlizenzen erhalten.

"Mit dieser Aktion wollen unsere Kollegen Shell daran hindern, in
der Arktis nach Öl zu bohren. Ein Ölunfall würde dieses einmalige
Ökosystem zerstören, eine Beseitigung des Öls ist in dieser Region so
gut wie unmöglich", sagt der deutsche Greenpeace Sprecher Kai Britt,
der sich ebenfalls in New Plymouth befindet. Extreme
Wetterbedingungen, niedrige Temperaturen und ein kurzes Zeitfenster
in den Sommermonaten machen das Bohren nach Öl in der Arktis zu einem
unkalkulierbaren Risiko. Experten warnen, dass es bisher keine
Methode gibt, einen großen Ölunfall in dieser Region zu beherrschen.
Die Folgen des Tankerunglücks der "Exxon Valdez" vor der Küste von
Alaska vor rund 23 Jahren zeigen noch heute ihre Spuren.

Shell schafft Präzedenzfall in der Arktis

Shell ist der erste große internationale Ölkonzern, der die
Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Wenn bei den Bohrungen
in diesem Sommer Öl gefunden wird, werden andere Öl-Konzerne mit
Milliardeninvestitionen nachziehen und ebenfalls in die Region gehen.
Experten vermuten etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel= 159 Liter)
Öl in der Arktis, das meiste davon unter dem Meeresboden. Diese Menge
würde reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa drei Jahre
zu decken.

"Konzerne wie Shell ziehen einen Vorteil aus dem durch den
Klimawandel abschmelzenden arktischen Meereis, um in bisher
unerreichbare Regionen vorzudringen, noch mehr Öl zu fördern und
damit den Klimawandel weiter anzuheizen", so Britt. "Es wird Zeit,
dass wir unsere Abhängigkeit vom Öl beenden, die
Milliardeninvestitionen umlenken in saubere Technologien, damit den
Klimawandel ernsthaft bekämpfen und die Arktis schützen".

Mitmachaktion im Internet

Zeitgleich zur Aktion in Neuseeland startet Greenpeace im Internet
eine Mitmachaktion. Unterstützer können unter
http://www.greenpeace.org/savethearctic eine Protestmail an den
verantwortlichen Geschäftsführer von Shell, Peter Voser, senden.

Fotos und Videomaterial erhalten Sie bei:
Georg Mayer, Foto- und Videoredakteur Greenpeace, 0043 699 5454580
83, [email protected]

Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE
DI Jurrien Westerhof, Klimasprecher Greenpeace, 0043 664 612 6701
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace, 0043 664 612 67 18
mailto:[email protected]
www.greenpeace.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel