Schultes: Ölheizungen müssen rasch und konsequent zurückgedrängt werden

18.000 neue von der Ölindustrie geförderte Ölheizungen schaffen langjährige Abhängigkeit für Konsumenten und bremsen Erreichung der Klimaziele

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Eine widersinnige Förderaktion der Mineralölindustrie treibt Jahr für Jahr tausende Menschen in die Heizölfalle", sagte ÖVP Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes heute, Freitag. Laut Angaben der "Heizen mit Öl GmbH" wurde allein seit 2009 die Anschaffung von 18.000 Ölkesseln seitens der Mineralölindustrie gefördert. Je Ölheizung wird ein Ölverbrauch von 2.400l unterstellt. 18.000 neue Ölkessel bedeuten daher rund 114.000 Tonnen zusätzliche CO2 Emissionen in jedem Jahr - auf Lebensdauer der Kessel sind das zwei Millionen Tonnen schädliches CO2. Bei einem Marktpreis der CO2 Zertifikate von rund neun Euro bedeutet das etwa eine Millionen Euro pro Jahr an zusätzlichen Kosten für die Republik.

Die Neuanschaffung von Heizsystemen auf Heizölbasis bedeute auch eine um viele Jahre prolongierte Abhängigkeit der Konsumenten von teurem und preisinstabilem Erdöl. Darüber hinaus erschwert die zusätzliche Heizölverbrennung die Erreichung der Klimaziele massiv. Es muss daher in der Raumwärme rasch und konsequent aus dem Heizöl ausgestiegen werden. Wärme aus Biomasse kann dabei problemlos als umweltfreundliche, kostengünstige, heimische und unabhängiger machende Energiequelle eingesetzt werden und Heizöl sofort ersetzen. "Die sinnlose Ölkesselförderaktionen der Mineralölindustrie wird daher von mir weiter bei jeder Gelegenheit verurteilt werden" so Schultes weiter.

Die Mineralölindustrie lockt dabei die Kunden mit Unwahrheiten bei der Höhe der Einsparungen. Diese sollen angeblich bis zu 40 Prozent bei einem Umstieg auf "moderne Ölbrennwerttechnik" betragen. Einer genauen Prüfung halten diese Angaben aber nicht Stand, in Wahrheit ergibt der "Brennwerteffekt" unter idealen Bedingungen (Niedertemperaturheizsystem - z.B. Fußbodenheizung) lediglich Einsparungen von wenigen Prozentpunkten. Der Rest des propagierten Einsparungsvolumens kommt aus einer durchgeführten Dämmung der Gebäudehülle, Fenster- und Türentausch u.ä. Diese Einsparungsmaßnahmen seien allerdings nicht auf den beworbenen "Brennwerteffekt" zurückzuführen, sondern genauso bei Umstellung auf einen Holz- oder Pelletskessel wirksam.

Rasch und konsequent aus dem Heizöl auszusteigen ist das oberste Gebot der Stunde. Wärme aus Biomasse kann ohne Komforteinbußen als umweltfreundliche, kostengünstige und regional verfügbare Energiequelle das problematische Heizöl sofort ersetzen. " Stationäres Dieselverbrennen mittels Heizöl ist Vergangenheit. Biomasse bedeutet regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze für Menschen in Österreich", schloss Schultes.
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