FPÖ-Mölzer: Lehne Orden für zehnjährige Abgeordnetentätigkeit aus Solidarität mit Strache ab

Verleihung von Ehrenzeichen durch die Republik sind zwar sinnvolle Usance - Diskriminierung der nonkonformistischen Opposition durch den Bundespräsidenten

Wien (OTS) - Der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, gab heute bekannt, dass er die Verleihung des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich aufgrund seiner zehnjährigen Abgeordnetentätigkeit - bald acht Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments und seinerzeit drei Jahre Mitglied des Bundesrates - durch Bundespräsident Heinz Fischer ablehnen werde. Dies habe er, Mölzer, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer ein einem offenen Brief bereits mitgeteilt.

Der freiheitliche EU-Mandatar führte aus, dass er die Verleihung von Ehrenzeichen und dergleichen durch die Republik grundsätzlich für eine sinnvolle Einrichtung halte. "Es sind dies meines Erachtens integrale Bestandteile der Würde und der Selbstachtung, sowie der historisch gewachsenen Traditionen eines Staates. Außerdem pflegt die Republik nicht nur die Angehörigen des politischen Establishments auszuzeichnen, sondern in einem Akt formaler Fairness auch die Vertreter oppositioneller und nonkonformistischer Gruppierungen - und zwar unabhängig von deren politisch-ideologischer Position", betonte Mölzer.

Allerdings ersucht der freiheitliche Europaabgeordnete von der Ehrung seiner Person Abstand zu nehmen, nachdem der Herr Bundespräsident von dieser langjährigen, sinnvollen Usance im Falle der anstehenden Ordensverleihung an den Klubobmann der größten österreichischen Oppositionspartei abzuweichen beliebe. "Dies auch deshalb, weil ich inhaltlich die Klubobmann Heinz-Christian Strache vorgeworfene Meinungsäußerung unterstütze und weil die Ereignisse rund um den vergangenen WKR-Ball und die folgenden Reaktionen darauf hindeuten, dass die farbentragenden, nationalfreiheitlichen Korporationen heutzutage eine Minderheit sind, welche mit Duldung, wenn nicht gar mit Billigung des politisch-medialen Establishments verbaler und tätlicher Willkür ausgesetzt ist", schloss Mölzer.

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