- 17.02.2012, 09:04:12
- /
- OTS0023 OTW0023
FPÖ-Neubauer/Heis: ÖVP-Innsbruck und LH Platter verweigern Gespräche für Innerhofer-Gedenktafel!
LH Durnwalder: Wieder-Errichtung der Gedenktafel zeigt Verbundenheit mit Südtirol
Wien (OTS) - "Im Jahre 1996 gab es den ersten Schriftverkehr
zwischen dem Andreas Hofer-Bund und Landeshauptmann Weingartner zur
Genehmigung und Wieder-Errichtung der von den Nationalsozialisten
entfernten und dann im Volkskunde-Museum aufgefunden Gedenktafel. Sie
sollte an den so genannten Bozner Blutsonntag und die damit
verbundenen Ereignisse vom 24. April 1921 in Bozen erinnern. Es
handelte sich dabei um einen ersten Höhepunkt faschistischer Gewalt
im nach dem Ersten Weltkrieg an Italien gefallenen, mehrheitlich
deutschsprachigen Südtirol. Am Morgen des Tages rotteten sich etwa
400 Faschisten am Bozner Bahnhof zusammen und griffen Teilnehmer
eines friedlichen des Trachtenumzugs mit Knüppeln, Pistolen und
Handgranaten an. Etwa fünfzig Südtiroler wurden teils schwer
verletzt. Der Lehrer Franz Innerhofer aus Marling starb beim Versuch
einen Jungen zu beschützen durch Schüsse im Hauseingang des Bozner
Ansitzes Stillendorf", berichtet FPÖ-Südtirol-Sprecher NAbg. Werner
Neubauer.
Heute erinnert eine Gedenktafel im Ansitz Stillendorf an die
Ereignisse. Am 25. April 2011, dem Feiertag zur Befreiung Italiens
von Faschismus und Nationalsozialismus, wurde ein Platz in der
Altstadt von Bozen nach Franz Innerhofer benannt. "Trotz dieser
dramatischen Ereignisse verweigert die Tiroler Landesregierung und
die ÖVP-dominierte Innsbrucker Stadtregierung nunmehr seit 10 Jahren
die Gesprächsbereitschaft zur Errichtung einer Gedenktafel für die
Tiroler Opfer in Innsbruck", so Neubauer. Der Südtiroler
Landeshauptmann Durnwalder habe sich bereits im Februar 2006 die
Wieder-Errichtung der von den Nationalsozialisten entfernten
Gedenktafel "als Zeichen der Tiroler Verbundenheit" gewünscht.
Neubauer und der FPÖ-Stadtparteiobmann von Innsbruck,
Landtagsabgeordneter Richard Heis, wollen nun einen neuerlichen
Versuch zur Errichtung einer Gedenktafel in Innsbruck starten.
"Faschismus zu verschweigen, ist der falsche Weg", so Heis, "eine
Gedenktafel, um die innere Verbundenheit mit den Opfern bei unseren
Landsleuten im südlichen Tirol zu untermauern und ein Zeichen gegen
den Faschismus zu setzen, muss das Ziel sein." "Uns geht es nicht um
die Erhaltung des ursprünglichen Textes, sondern darum, endlich nach
15 Jahren der Verhinderung und Gesprächsverweigerung eine Lösung zu
finden, die allen gerecht wird", so Neubauer und Heis, die die
Stadtverantwortlichen auffordern, endlich zu handeln.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub Tel.: 01/ 40 110 - 7012 mailto:[email protected] http://www.fpoe-parlamentsklub.at http://www.fpoe.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






