FPÖ-Neubauer/Heis: ÖVP-Innsbruck und LH Platter verweigern Gespräche für Innerhofer-Gedenktafel!

LH Durnwalder: Wieder-Errichtung der Gedenktafel zeigt Verbundenheit mit Südtirol

Wien (OTS) - "Im Jahre 1996 gab es den ersten Schriftverkehr zwischen dem Andreas Hofer-Bund und Landeshauptmann Weingartner zur Genehmigung und Wieder-Errichtung der von den Nationalsozialisten entfernten und dann im Volkskunde-Museum aufgefunden Gedenktafel. Sie sollte an den so genannten Bozner Blutsonntag und die damit verbundenen Ereignisse vom 24. April 1921 in Bozen erinnern. Es handelte sich dabei um einen ersten Höhepunkt faschistischer Gewalt im nach dem Ersten Weltkrieg an Italien gefallenen, mehrheitlich deutschsprachigen Südtirol. Am Morgen des Tages rotteten sich etwa 400 Faschisten am Bozner Bahnhof zusammen und griffen Teilnehmer eines friedlichen des Trachtenumzugs mit Knüppeln, Pistolen und Handgranaten an. Etwa fünfzig Südtiroler wurden teils schwer verletzt. Der Lehrer Franz Innerhofer aus Marling starb beim Versuch einen Jungen zu beschützen durch Schüsse im Hauseingang des Bozner Ansitzes Stillendorf", berichtet FPÖ-Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer.

Heute erinnert eine Gedenktafel im Ansitz Stillendorf an die Ereignisse. Am 25. April 2011, dem Feiertag zur Befreiung Italiens von Faschismus und Nationalsozialismus, wurde ein Platz in der Altstadt von Bozen nach Franz Innerhofer benannt. "Trotz dieser dramatischen Ereignisse verweigert die Tiroler Landesregierung und die ÖVP-dominierte Innsbrucker Stadtregierung nunmehr seit 10 Jahren die Gesprächsbereitschaft zur Errichtung einer Gedenktafel für die Tiroler Opfer in Innsbruck", so Neubauer. Der Südtiroler Landeshauptmann Durnwalder habe sich bereits im Februar 2006 die Wieder-Errichtung der von den Nationalsozialisten entfernten Gedenktafel "als Zeichen der Tiroler Verbundenheit" gewünscht.

Neubauer und der FPÖ-Stadtparteiobmann von Innsbruck, Landtagsabgeordneter Richard Heis, wollen nun einen neuerlichen Versuch zur Errichtung einer Gedenktafel in Innsbruck starten. "Faschismus zu verschweigen, ist der falsche Weg", so Heis, "eine Gedenktafel, um die innere Verbundenheit mit den Opfern bei unseren Landsleuten im südlichen Tirol zu untermauern und ein Zeichen gegen den Faschismus zu setzen, muss das Ziel sein." "Uns geht es nicht um die Erhaltung des ursprünglichen Textes, sondern darum, endlich nach 15 Jahren der Verhinderung und Gesprächsverweigerung eine Lösung zu finden, die allen gerecht wird", so Neubauer und Heis, die die Stadtverantwortlichen auffordern, endlich zu handeln.

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