• 15.02.2012, 15:34:51
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Palliativmedizin an der MedUni Wien: Die Lebensqualität verbessern - auch mit Musik

Wien (OTS) - Die PalliativmedizinerInnen an der MedUni Wien im AKH
Wien haben alle ihre Bemühungen einem Ziel verschrieben: "Es geht um
die Verbesserung der Lebensqualität in der den betroffenen Menschen
verbleibenden Zeit", sagt Herbert Watzke von der Universitätsklinik
für Innere Medizin I. Dazu zählt auch der Einsatz der so genannten
Musikmedizin, bei der es um die Wirkung von Tönen auf die
PatientInnen geht, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden. Das
Ergebnis: "Musik wirkt heilsam, auch wenn keine Heilung im engeren
Sinn möglich ist."

Mit Hilfe des Künstlers Konstantin Wecker, dessen Mutter auch
lange Zeit in einer palliativmedizinischen Abteilung gepflegt worden
ist, soll die Musikmedizin in der Palliativstation an der MedUni Wien
im AKH Wien gefördert werden. Der Reinerlös fließt zu 50 Prozent
direkt in die Abteilung, um notwendige Anschaffungen zu tätigen. Die
andere Hälfte kommt Caritas-Projekten zu Gute. "Zudem erhoffen wir
uns, dass Weckers Beispiel Schule macht. Dieses Projekt soll eine
Fortsetzung mit anderen Musikern haben", sagt Klaus-Felix Laczika von
der Universitätsklinik für Innere Medizin I.

Der Internist Laczika arbeitet seit drei Jahren mit Musiktherapie
und Musikmedizin auf der Intensivstation. Bei der Musiktherapie
handelt es sich um eine "Dreierbeziehung" zwischen Therapeut,
PatientIn und der Musik. Bei der Musikmedizin sucht sich der oder die
PatientIn die Musik aus, beim Hören wird die Wirkung gemessen.

Musik wirkt heilsam
Laczika hat experimentell die Atmung und die
Herzfrequenzvariabilität von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker
und des Publikums bei einem Mozart-Konzert gemessen. "Jedes
Mozart-Klavierkonzert ist eine Hochschaubahn sämtlicher menschlicher
Existenzzustände, von Ekstase bis zu Friede und Humor, die mittels
modernster Stressforschungstechnik sichtbar gemacht werden können",
erklärt Laczika.

Dieses Sichtbarmachen von Stress und Entspannung ist auch bei
schwerkranken KrebspatientInnen auf der Palliativstation möglich.
"Auch bei ihnen ist Musik ganz allgemein in der Lage, Körper und
Geist je nach Vorgabe in einen entspannten oder stimulierten Zustand
zu versetzen und damit die Lebensqualität zu heben", sagt Watzke, der
Österreichs einzige Professur für Palliativmedizin besetzt.
Konstantin Wecker hat sich übrigens bereit erklärt, sich vor und
während eines "musikalischen Dialogs" auf der Bühne verkabeln zu
lassen und somit selbst an der Studie teilzunehmen.

Service: Projekt "HAUTNAH begleiten"
Benefiz zu Hospiz- und Musikmedizin
Konstantin Wecker im musikalischen Dialog mit Klaus-Felix Laczika
(Klavier), Thomas Staudinger (Gesang)
Samstag, 17. März 2012, 14.30 Uhr, Ehrbar Saal, Mühlgasse 30, 1040
Wien

Ticktets: Ö-Ticket (www.oeticket.com) und Stadtinitiative Wien
(wwww.stadtinitiative.at)

Rückfragehinweis:

Medizinische Universität Wien
   Mag. Johannes Angerer
   Leiter Corporate Communications
   Tel.: +431 40160 - 11 501
   Mobil: +43 664 800 16 11 501
   mailto:[email protected]
   http://www.meduniwien.ac.at

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