GSK und Partner gegen vernachlässigte tropische Krankheiten

Wien (OTS) -

  • Partner WHO, Bill & Melinda Gates Foundation, etc
  • 10 Krankheiten von 17 ausrotten oder kontrollieren bis 2020
  • GSK Spenden: weitere 5 Jahre, zusätzliche 2 Mrd. Tabletten

GSK kündigt am 30. Jänner 2012 die Kooperation mit anderen globalen pharmazeutischen Betrieben und führenden Unternehmen inklusive WHO, Bill & Melinda Gates Foundation, UK Department for International Development und US Agency for International Development an, um Entwicklungsländer im Kampf gegen vernachlässigte tropische zu unterstützen. Mehr als eine Milliarde Menschen sind dort von NTDs (Neglected Tropical Diseases) betroffen, die Krankheiten, Behinderungen und Todesfälle nach sich ziehen und das bestehende, bereits überlastete Gesundheitssystem noch mehr beeinträchtigen. 1)

Diese Partnerschaft wird die Ende Jänner 2012 gesetzten Ziele der WHO unterstützen, zehn von 17 NTDs bis zum Jahr 2020 zu kontrollieren oder zu eliminieren. Fünf Krankheiten sollen ausgerottet werden:
lymphatische Filariose (Elephantiasis), Guineawurm, Bindehautentzündung, Schlafkrankheit und Lepra. Um die Kontrolle der Erkrankung bis 2020 geht es bei fünf weiteren: Eingeweidewürmer, Blasenbilharziose, Flussblindheit, Chagas und viszerale Leishmaniose.

Sir Andrew Witty, CEO von GlaxoSmithKline, freut sich, dass GSK Teil dieser vereinten Bemühungen ist, künftige Generationen vor NTDs zu schützen. "Wir unterstützen die Vision der WHO und verpflichten uns, unsere Forschung und Entwicklung in den Bereichen voranzutreiben, wo es noch keine Therapiemöglichkeiten gibt und mit bestehenden Behandlungsoptionen unseren Beitrag zu leisten für den Aufbau von flächendeckenden Interventionsprogrammen zur Kontrolle oder Elimination von Krankheiten. Durch diese neue Partnerschaft haben wir beides, die Mittel und die Energie, um Krankheiten in Entwicklungsländern den entscheidenden Schlag zu versetzen."

Zur Unterstützung dieser Ziele hat GSK das Albendazol Spendenprogramm gegen zwei NTDs ausgeweitet und außerdem seine Verpflichtung für Forschung und Entwicklung verstärkt. GSK hat sich am 30. Jänner 2012 für weitere fünf Jahre zur kostenlosen Abgabe von 400 Millionen Albendazol-Tabletten jährlich verpflichtet, um dem Wurmbefall von Schulkindern in allen betroffenen Gebieten entgegenzuwirken. Zur Erweiterung des ursprünglich bis 2015 geplanten Programms wird GSK bis 2020 zusätzliche zwei Milliarden Albendazol-Tabletten spenden.

GSK hat erneut zugesagt, so viele Albendazol-Medikamente, wie für die weltweite Ausrottung der lymphatischen Filariose nötig, bereitzustellen. Derzeit spendet GSK pro Jahr 600 Millionen Albendazol-Tabletten an die WHO, um die Übertragung von lymphatischer Filariose einzudämmen. Insgesamt wurden bisher über zwei Milliarden Dosen an die WHO und während 2000 und 2010 über 2,6 Mrd. Albendazol-Behandlungen für 58 Länder gratis zur Verfügung gestellt. Der ökonomische Nutzen dieses Programms liegt von 2000 bis 2007 bei rund 24 Mrd. US Dollar.

GSK wird weiterhin offen und aktiv neue und bessere Behandlungen gegen NTDs entwickeln mit Partnern wie DNDi (Drugs for Neglected Diseases initiative), einer non-Profit Forschungs- und Entwicklungsorganisation. GSK teilt sein Wissen, Forschung und Geistiges Eigentum mit Gruppen wie DNDi, um die Entdeckung von Behandlungsmethoden gegen die Schlafkrankheit, Chagas, viszerale Leishmaniose und andere Krankheiten voranzutreiben. GSK ist auch ein Gründungsmitglied des WIPO Re:Search Konsortiums zur Förderung der Entwicklung von neuen und besseren Medikamenten gegen NTDs.

Zusätzlich investiert GSK weiterhin in eigene Forschungs- und Entwicklungsprogramme gegen Krankheiten in Entwicklungsländern, darunter auch NTDs. Das derzeitige Forschungs- und Entwicklungsportfolio beinhaltet Projekte für Chagas, Dengue-Fieber, afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) und Leishmaniose.

Zur Lymphatischen Filariose

Lymphatische Filariose oder Elephantiasis ist eine entstellende Erkrankung, die hauptsächlich in tropischen Ländern vorkommt. Verursacht wird sie durch einen Parasiten, die Übertragung erfolgt durch Mücken. Sie zählt als eine der Hauptgründe für permanente Behinderung und betrifft weltweit über 120 Millionen Menschen. Im Dezember 1997 hat GSK in Partnerschaft mit der WHO den Kampf gegen lymphatische Filariose gestartet. Seitdem hat sich das Programm zu einer öffentlich-privaten Partnerschaft entwickelt, bekannt unter dem Namen Global Alliance to Eliminate Lyphatic Filariasis.
Laut WHO können lymphatische Filariose Infektionen durch die Behandlung der gesamten endemischen Gemeinschaften mittels Ko-Medikation von anti-parasitären Arzneimitteln über mindestens fünf Jahre vermieden werden. In afrikanischen Ländern sind diese Medikamente Albendazol und Ivermectin (Mectizan(R), gespendet von Merck & Co., Inc.), für die restlichen Länder der Welt sind es Albendazol und Diethylcarbamazine (DEC, ein Generikum). 2)

GSK verpflichtet sich dazu, so viel Albendazol zu spenden, wie notwendig ist, um die Erkrankung zu eliminieren. Schätzungsweise sind das sechs Milliarden Behandlungen. Derzeit spendet GSK 600 Millionen Tabletten jährlich an die WHO, um den Kampf gegen lymphatische Filariose voranzutreiben. Zusätzlich zu den kostenlosen Albendazol-Tabletten bietet GSK signifikante finanzielle Unterstützung zur Koalitionsbildung, für Workshops, zur Kommunikation und für ausgewählte Sachverständige.

Aus der Erde übertragene Parasiten (Eingeweidewürmer)

Eingeweidewürmer sind die Hauptgründe für Krankheitsbelastungen bei Schulkindern in Entwicklungsländern, die oft zu Wachstumsverkümmerungen, Anämie, Unterernährung und schwacher schulischer Leistung führen. 3) Die WHO empfiehlt die jährliche Behandlung von Kindern in endemischen Gebieten mit einer Einzeldosis von Entwurmungsmedikamenten wie Albendazol. 4) Die Entwurmung bringt eine substantielle Verbesserung der Gesundheit und der Entwicklung der Kinder, wodurch deren schulische Leistung verbessert wird und das bereits überforderte Gesundheitssystem entlastet werden könnte. 1) Im September 2011 hat sich GSK gegenüber der WHO verpflichtet, jährlich 400 Millionen Tabletten Albendazol zur Reduktion von Eingeweidewürmern bei Schulkindern gratis zu liefern.

Forschung und Entwicklung von NTDs

GSK hat ein eigenes Forschungs- und Entwicklungsteam, das auf Krankheiten in Entwicklungsländern, inklusive NTDs, spezialisiert ist. Zum F&E Portfolio zählen zum Beispiel bakterielle Meningitis, Chagas, Chlamydien, Dengue-Fieber, HIV/AIDS, afrikanische Trypanosomiasis, Leishmaniose, Malaria, pandemische Influenza, Pneumokokken-Erkrankung und Tuberkulose (TB).

Das GSK Forschungszentrum in Tres Cantos in Spanien beschäftigt sich mit der Erforschung von NTDs, Malaria und TB. Im Rahmen der Initiative "Offenes Labor" arbeiten dort Wissenschaftler von externen Organisationen und akademischen Zentren gemeinsam mit GSK-Forschern. Bisher waren es elf externe Wissenschaftler und sieben Projekte wie das Testen von Präparaten an Menschen gegen multiresistente TB, drei separate Malaria-Projekte inklusive eines Programms, das potentielle Präparate aus der GSK Chemie-Bibliothek untersucht und einen neuen Ansatz gegen Parasiten bei Leishmaniose bieten könnte.

GSK wird weiterhin in die Forschung und Entwicklung von Impfstoffen gegen Krankheiten in Entwicklungsländern investieren. Das Unternehmen arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten an einem Malariaimpfstoff. Positive erste Ergebnisse der Phase III Studie vom GSK Impfkandidaten RTS,S, der in Zusammenarbeit mit der PATH Malaria Vaccine Initiative (MVI) entwickelt wird, wurden im Oktober 2011 bekannt gegeben.

Ebenfalls im Oktober 2011 wurde GSK Gründungsmitglied von WIPO Re:Search, entstanden aus dem GSK Pool for Open Innovation gegen NTDs (POINT), das acht führende pharmazeutische Unternehmen zusammenführt. Diese kooperieren mit den US National Institutes of Health (NIH) und mit mehreren non-profit Forschungsorganisationen unter der Schirmherrschaft des UN-Gremiums WIPO, um die Entwicklung von neuen und besseren Behandlungsmöglichkeiten gegen NTDs voranzutreiben.

Zugang zu Medikamenten

GSK beteiligt sich an vielen Initiativen, um den Zugang zu Medikamenten in den ärmsten Ländern der Welt zu verstärken. Unter anderem wurde im Jahr 2010 die Developing Countries and Market Access (DCMA) Einheit gegründet. In den am wenigsten entwickelten Ländern (Least Developed Countries, kurz LDC), wo viele Menschen von weniger als 1 US Dollar pro Tag leben müssen, reduziert GSK die Preise von patentierten Medikamenten und Impfstoffen auf maximal 25 % der Preise, die dafür in entwickelten Ländern bezahlt werden, und reinvestiert 20 % des in LDC's erzielten Gewinns in Projekte, die die lokale Gesundheitsinfrastruktur vor Ort stärken sollen.
GSK hat sich bereits vor langem zu einer Preispolitik für Impfstoffe entschieden, die besagt, dass ärmere Ländern wesentlich weniger bezahlen als Wohlfahrtsländer. Agenturen wie UNICEF kaufen eine große Mengen an Impfstoffen und stellen sie armen Kindern zur Verfügung. Die Impfstoffe von GSK sind Bestandteil von Immunisierungskampagnen in über 182 Ländern weltweit. In 2010 wurden 1,4 Mrd. Impfstoffdosen geliefert, davon rund drei Viertel in Entwicklungsländer.

Mehr Informationen zu der Verpflichtung von GSK gegenüber Entwicklungsländern: http://www.gsk.com/media/developing-world.htm GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, um ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben zu ermöglichen.

1) First WHO report on neglected tropical diseases: working to overcome the global impact of neglected tropical diseases. World Health Organization 2010. ISBN 978 92 4 1564090. 2) http://www.who.int/lymphatic_filariasis/policy/en/ [accessed 24 January 2012]. 3) Thinking beyond deworming. The Lancet 2004, Vol 364, 9450: 1993- 1994. 4) Preventive Chemotherapy in human helminthaisis: coordinated use of anthelminthic drugs in control interventions: a manual for health professionals and programme managers. Geneva, World Health Organization, 2006.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Kffr. Martha Bousek, Corporate Communications & Public Affairs, Tel. 01/970 75/501, martha.bousek@gsk.com.

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