Österr.- Israel. Gesellschaft empört über H.C. Strache.

Seine Aussagen am WKR-Ball stellen eine Verharmlosung des Holocaust dar

Wien (OTS) - Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft nimmt mit Empörung Presseberichte u. a. von "Der Standard" vom 29.01.2012 zur Kenntnis, wonach vom Bundesparteiobmann der FPÖ, Abg.z.NR Heinz-Christian Strache, sowie vom Geschäftsführer des freiheitlichen Bildungsinstitutes, Klaus Nittmann, im öffentlichen Raum Aussagen getätigt wurden, die bei Personen ohne parlamentarischen Immunitätsschutz strafrechtlich nach dem NS-Verbotsgesetz untersucht und geahndet würden.

Jeder Vergleich heutiger Vorkommnisse mit den rassistischen Verfolgungen unter dem NS-Regime stellt eine Verharmlosung des Holocaust dar. Wir weisen daher auch die Erklärung von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky zurück, Herr Strache sei nicht sinnerfassend zitiert worden und habe sich nur an die Methoden der Nazis "erinnert" gefühlt. Darüber hinaus ist ein Ball, der - wohl aus gutem Grund - erst heuer zum ersten Mal auch Journalisten zugänglich war, keinesfalls Privatsphäre sondern öffentlicher Raum.

Wir protestieren gegen die ungeheure Provokation, ausgerechnet am Abend des internationalen Holocaust-Gedenktages, aus einem Umfeld mit internationalen Gästen bekannt rechtsextremer Denkungsart heraus, sich in intolerabler Anmaßung selbst als Opfer auch noch so unerfreulicher und zu verurteilender Vorfälle mit jenen der Judenverfolgung im Dritten Reich zu vergleichen.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisch-Israelische Gesellschaft
Lange Gasse 64/II/15, 1080 Wien
Tel.: +43 (1) 405 66 83
Mobil: +43 664 1769332
www.oeig.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IKG0003