Frauenpension - Wurm ad Mikl-Leitner: Gleiches Pensionsalter erst bei vollständiger Gleichstellung

SPÖ-Frauensprecherin kritisiert: "ÖAAB-Pläne missachten Lebenswirklichkeit der Frauen"

Wien (OTS/SK) - Mit völligem Unverständnis reagiert SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm auf die jüngsten Aussagen von ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner zur Frauenpension. "Die Pläne der ÖAAB-Chefin und ÖVP-Ministerin Mikl-Leitner stellen eine krasse Missachtung der Lebenswirklichkeit der Frauen dar und lassen gleichzeitig die Arbeitsmarktrealität völlig außer acht. Daher ist klar: Ein gleiches Pensionsalter für Männer und Frauen kann es erst geben, wenn es wirklich vollständige Gleichstellung gibt. Eine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters wird es daher nicht geben", sagte Wurm heute, Sonntag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Wurm erinnerte daran, dass von gleichen Bedingungen und Chancen für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt keine Rede sein könne. "Es ist leider traurige Tatsache, dass gerade ältere Arbeitnehmerinnen besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Ein Drittel aller Frauen gehen aus der Arbeitslosigkeit direkt in Pension, weil sich die Unternehmen auf diese Art oft älterer Arbeitnehmerinnen entledigen." Die SPÖ-Frauensprecherin sieht daher vor allem die Wirtschaft gefordert, durch Änderungen der Rahmenbedingungen dafür zu sorgen, dass Frauen überhaupt länger arbeiten können. Angesichts der jetzigen "ungleichen und unfairen Bedingungen" eine rasche Anhebung des Frauenpensionsalters zu fordern, wie dies ÖAAB-Chefin Mikl-Leitner macht, sei klar abzulehnen, sagte Wurm. (Schluss) mb/bj

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