Leitl: Neuauflage der thermischen Sanierung ist ein wichtiger Beitrag für Wachstum und Beschäftigung

Verstetigung der Förderaktion könnte Beschäftigungseffekt weiter steigern - ohne umfassende Gebäudesanierung sind Klimaschutzziele für 2020 nicht erreichbar

Wien (OTS/PWK) - "Die Förderaktion für die thermische Sanierung geht in die Verlängerung. Das ist angesichts der sich abzeichnenden Konjunkturabschwächung ein wichtiger Impuls für die heimische Bauwirtschaft und ein ganz besonders willkommener Beitrag für mehr Wachstum und Beschäftigung", begrüßt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl die heutige Ankündigung von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich. Demnach wird der Bund auch in diesem Jahr 100 Millionen Euro für die thermische Gebäudesanierung zur Verfügung stellen - 70 Millionen Euro für den privaten Wohnbau und 30 Millionen für Betriebsgebäude.

"Die Wirtschaft bekennt sich dazu, dass gerade jetzt jeder Euro doppelt und dreifach umgedreht werden muss, bevor er ausgegeben wird. Die Fördermittel für die thermische Sanierung sind aber gut angelegtes Geld, denn es gibt nur Gewinner", betont Leitl. Die Betriebe - vom Baumeister über den Installateur bis hin zur Industrie - und ihre Beschäftigten werden gestärkt, Umwelt und Klima profitieren durch den niedrigeren Energieverbrauch und aus Sicht der öffentlichen Finanzen handelt es sich dabei im schlechtesten Fall um ein Nullsummenspiel. "Jeder Fördereuro löst ein Vielfaches an Investitionen aus und landet letztlich als Steuereuro wieder im Budget", so der WKÖ-Präsident. Gerade bei der Sanierung von Privatgebäuden wird sehr oft Geld für Investitionen mobilisiert, das Private auf die hohe Kante gelegt haben, was somit eine echte zusätzliche Wirtschaftsbelebung bedeutet.

Für die Zukunft wünscht sich die WKÖ eine langfristige Ausrichtung der Gebäudesanierung bis mindestens 2020, damit der volle potenzielle Beschäftigungseffekt tatsächlich greifen kann. Auch die Länder müssten mit der Sanierungsförderung gemäß dem Wohnbauförderungsrecht mitziehen, sonst wird der zusätzliche Elan auf Bundesebene durch rückläufige Förderungen auf Landesebene neutralisiert. Ohne dauerhafte Anhebung der Sanierungsquote von 1% auf 3 % sind auch die österreichischen Klimaschutzziele für 2020 nicht erreichbar. Forcierte Gebäudesanierung vermeidet somit spätere Strafzahlungen.

Dass die thermische Sanierung eine Win-Win-Situation schafft, beweist auch die vom Wirtschaftsminister präsentierte erfolgreiche Bilanz der Förderaktion für das vergangene Jahr. Mit dem Fördervolumen von 100 Millionen Euro wurden demnach Investitionen bis zu 860 Millionen Euro ausgelöst und rund 12.500 Arbeitsplätze geschaffen bzw. abgesichert. "Durch eine dauerhafte Anhebung der Sanierungsquote von etwa 1% auf 3 % könnten sogar mehr als 30.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden - dies muss das Ziel für die kommenden Jahre sein", so Leitl.

Im Rahmen der jetzigen Förderaktion sind Betriebsgebäude ab einem Alter von 20 Jahren förderfähig, der maximale Förderungsanteil beträgt 35% der Kosten. Einreichung sind ab 20. Februar bei www.publicconsulting.at möglich. Im Vorjahr wurden Projekte von 800 Betrieben gefördert. (SR)

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