Kadenbach zu GAP-Reform: Ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln auch weiterhin gesichert

SPÖ-EU-Abgeordnete kritisiert fadenscheinige Argumente von Landwirtschaftsvertretern

Wien (OTS/SK) - Gestern, Montag, hat sich der Landwirtschaftsausschuss des EU-Parlaments mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beschäftigt. "Die Landwirtschaft muss ihren Beitrag leisten, damit die Artenschutzziele und auch die Klimaschutzziele der Europäischen Union erreicht werden. Die vorliegenden Vorschläge beinhalten einige gute Ansätze, was das sogenannte 'greening' der Landwirtschaft betrifft. Vor allem, dass sieben Prozent der Anbaufläche ökologisch genützt werden müssen, ist ein wichtiger Beitrag, um den Lebensraum verschiedener Tier- und Pflanzenarten zu erhalten", betont die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Von Seiten der Vertreter der Landwirtschaft werde derzeit die Angst geschürt, dass die geforderte Ökologisierung zu einer Verringerung der Lebensmittelproduktion in Europa führen werde und der Bedarf nicht mehr gedeckt werden könne. "Das ist unseriöse Panikmache der Agrarlobby. Jeder weiß, dass ein Gutteil der Lebensmittel vernichtet wird. Jüngste Zahlen zeigen, dass allein in Europa 90 Millionen Tonnen im Müll landen. Wenn es uns gelingt, hier Maßnahmen zu setzen, um den Anteil der vergeudeten Lebensmittel zu reduzieren, dann brauchen wir keine steigende Produktion im Landwirtschaftsbereich", bemerkt die Europaparlamentarierin, stv. Mitglied im Agrarausschuss.

Ein "fadenscheiniges Argument" sei auch, dass die EU mit stagnierender Produktion ihren Beitrag an einer ausreichenden Weltversorgung nicht mehr leisten könne. "Die Lebensmittelproduktion unterliegt den wirtschaftlichen Interessen der Lebensmittelindustrie. Die Produkte werden in jene Länder verkauft, wo man sich den größten Gewinn erwartet. Um die Weltversorgung sicher zu stellen, müssen ganz andere Maßnahmen gesetzt werden: Ein sorgsamerer Umgang mit Ressourcen, ein Spekulationsverbot auf Lebensmittel und nicht zuletzt die Eindämmung des Klimawandels, der in den ärmsten Ländern der Welt zu katastrophalen Dürren oder Überschwemmungen führt", sagt Kadenbach. (Schluss) sv/mp

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