ÖH zu Gehaltserhöhung Uni-Bediensteter: Uni-Prekariat besteht weiterhin

prekäre Beschäftigungsverhältnisse abseits der Kollektivvertragsregelung müssen bedacht werden

Wien (OTS) - Wie einer Presseaussendung der uniko zu entnehmen
ist, steigen die Gehälter für Uni-Bedienstete um 3 Prozent. "Dass die GÖD und der Dachverband der Universitäten sich auf einen solchen Gehaltsabschluss für die Kollektivvertragsbediensteten der Universitäten geeinigt haben, ist prinzipiell erfreulich, jedoch nicht mehr als ein erster Schritt. Es muss unbedingt an jene gedacht werden, die im derzeitigen System mit Teilzeit-Verträgen abgespeist werden, obwohl sie Vollzeit arbeiten und insbesondere auch an die unzähligen MitarbeiterInnen an den Universitäten, die nicht durch die Kollektivvertragsregel erfasst sind und weiterhin prekär beschäftigt sind", erklärt Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär.

"Zu diesen zählen über Drittmittel finanzierte ProjektmitarbeiterInnen oder freie DienstnehmerInnen. In diesen Positionen befinden sich gerade vermehrt junge WissenschafterInnen zu Beginn ihrer ohnehin steinigen wissenschaftlichen Karriere. Viele junge WissenschafterInnen können keine durchgehenden Karriereverläufe mehr planen und es besteht eine ständige Unsicherheit, ob es langfristig ausreichend Projekte geben wird, an denen mitgearbeitet werden kann", so Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.

"Durch diese Beschäftigungsverhältnisse werden gerade Frauen wiederum strukturell benachteiligt. Der Gender Pay Gap wird niemals geschlossen werden können, wenn derartige dienstrechtliche Missstände nicht aufgehoben werden. Es braucht für alle Jungwissenschafter und Jungwissenschafterinnen die Möglichkeit und die Chance, eine Anstellung zu bekommen und diese auch behalten zu können! Mit diesen und weiteren Problemen beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Wissenschaft und Forschung des "Forum Hochschule" - damit das Thema endlich ganzheitlich betrachtet wird", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH abschließend.

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