Steinhauser begrüßt Schaffung von Familiengerichtshilfe bei Obsorge- und Besuchsstreitigkeiten

Schlichtungsstelle sollte im Regelbetrieb Gang zu Gericht weitgehend ersetzen

Wien (OTS) - "Die Schaffung einer Familiengerichtshilfe ist ein Schritt in die richtige Richtung" freut sich der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser, über die Ankündigung von Justizministerin Karl. Die Grünen haben selbst schon länger die Schaffung einer Schlichtungsstelle in Obsorge- und Besuchsrechtsstreitigkeiten gefordert. Die Familiengerichtshilfe ist ein ähnliches Modell. Steinhauser sieht darin die Chance, dass künftig Konfliktfälle nicht vor Gericht ausgestritten, sondern mit Hilfe von SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und PädagogInnen gelöst werden.

Nach dem Pilotprojekt will Steinhauser aber die Familiengerichtshilfe in einer Schlichtungsstelle institutionell verankert sehen. "Wir müssen ansetzen bevor der Streit überhaupt zu Gericht geht, da das schon eine Eskalationsstufe ist. Gibt es Probleme, soll daher die Schlichtungsstelle Ansprechpartnerin sein und nur, wenn es dort zu keiner Lösung kommt, das Gericht zuständig werden", begründet Steinhauser.

Ob die Familiengerichtshilfe tatsächlich - wie von Justizministerin Karl erhofft - billiger wird, ist für Steinhauser zweitrangig. "Entscheidend ist, dass damit die Chance besteht, familiäre Konflikte aufzuarbeiten und sie nicht mehr nach einer Trennung auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden", sagt Steinhauser.

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