Lunacek: "Gute Chancen für ersten Grünen wie offen schwulen Präsidenten in Finnland"

Grüne: Früherer Grüner Umweltminister Pekka Haavisto in Stichwahl für Präsidentenamt in Finnland

Wien (OTS) - "Gratulation zum zweiten Platz bei der gestrigen Präsidentwahl in Finnland und viel Erfolg für die Stichwahl in zwei Wochen", kommentiert die Europasprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, das Abschneiden des früheren Grünen Umweltministers und jetzigen Parlamentsabgeordneten Pekka Haavisto bei der gestrigen ersten Runde der Präsidentenwahlen in Finnland.

Lunacek hält die Chancen Haavistos für einen Sieg in der Stichwahl am 5. Februar alles andere als unwahrscheinlich: "Haavisto hat gute Chancen in der Stichwahl gegen den konservativen Kandidaten Sauli Niinistö zu gewinnen. Vor acht Jahren ist die jetzige finnische Präsidentin Tarja Halonen auch überraschend Zweite in der ersten Runde geworden und konnte dann im Endspurt die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen. Wenn es Pekka Haavisto gelingt, nicht nur die Mitte-Links-Stimmen hinter sich zu scharen, sondern auch einige aus dem Mitte-Rechts-Lager, dann könnte in zwei Wochen der erste offen schwule Präsident in Europa ein Grüner sein."

Lunacek hat Pekka Haavisto als ihren Vorgänger in der Funktion des Ko-Vorsitzenden der Europäischen Grüne Partei (EGP) kennen und schätzen gelernt. Auch aus dieser persönlichen Erfahrung heraus gibt sie ihm hohe Erfolgsaussichten: "Haavistos Chancen, auch Bürgerinnen und Bürger aus dem Mitte-Rechts-Lager zu gewinnen, sind intakt:
Schließlich hat sich Pekka mit seiner ruhigen aber bestimmten Art quer durch fast alle politischen Lager Anerkennung geschaffen. Zu seinem hohen Ansehen in der Öffentlichkeit trägt auch sein entschiedenes Engagement für den Friedensprozess in Darfur und sein Einsatz zur Aufklärung um die Gefahren der panzerbrechenden Uranmunition (deren Projektile enthalten abgereichertes Uran) in den Kriegsgebieten Ex-Jugoslawiens bei. Finnlands Außen- und speziell Friedenspolitik spielt bei den Präsidentenwahlen traditionell eine wichtige Rolle."

Besonders erfreulich ist für Lunacek der Ausgang der ersten Runde der finnischen Präsidentschaftswahlen auch deswegen, da sich der Chef der nationalistisch-antieuropäischen "Wahren Finnen", Timo Soini, mit 9,4 Prozent der Stimmen geschlagen geben musste; bei der Parlamentswahl im letzten Jahr hatte er noch knapp 20 Prozent erreichen können. Lunacek: "Ein Erfolg der pro-europäischen und antirassistischen Politik in Finnland, die mit einem Grünen Präsidenten in zwei Wochen einen krönenden Abschluss finden sollte."

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