Grüne zu Salzburger Festspielen: Verteidigung von Privilegien nicht akzeptabel

Zinggl: "Bleibt der Bericht folgenlos, sind Subventionen nicht gerechtfertigt."

Wien (OTS) - Auf die neuerliche Verteidigung der Salzburger Festspiele
reagiert der Grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl wenig amüsiert:
"Eine großkoalitionäre Phalanx aus Standortpolitik und Sponsoren möchte sich weiter anachronistische Privilegien sichern und ignoriert die zentralen Empfehlungen des Rechnungshofs, wie sich das kein anderer öffentlich subventionierter Kulturverein trauen würde. Das ist völlig inakzeptabel" sagt Zinggl und weiter: "In der Kultur gibt es genügend Vereine, die transparent wirtschaften können, ohne dass deshalb die künstlerische Qualität leidet."

Wenn die klar untermauerte und mehr als deutliche Kritik am obsoleten Fondsgesetz zu keinen Änderungen führt, stellt sich für Zinggl die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Empfehlungen durch den Rechnungshof. "Angesichts der aktuellen Diskussion zur Schuldenbremse ist die Verteidigung intransparenter Gebarung unfassbar, die Blüten wie selbst gewährte Gehaltssteigerungen oder Zusatzpensionen ermöglicht. Um nur zwei der 99 Aspekte herauszugreifen."

"Sollte es zu keiner Novellierung des Fondsgesetzes kommen, müssen wir die Subvention der Salzburger Festspiele in Frage stellen," meint Zinggl. "Und eine Ministerin, die hier keinen Handlungsbedarf erkennt, stellt sich vor die falschen Anspruchsgruppen. Sie hat nicht Privilegien, sondern eine ordentliche Finanzgebarung zu verteidigen."

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