Nationalrat - Ablinger: Wer an der Kunst spart, spart an der Gesellschaft

Höhere Besucherzahlen in Bundestheatern und -Museen sehr erfreulich

Wien (OTS/SK) - "Wer an der Kunst spart, spart an der
Gesellschaft", betonte SPÖ-Kultursprecherin Sonja Ablinger am Donnerstag in der Debatte über den Kulturbericht 2010 im Nationalrat. Die öffentliche Finanzierung und Absicherung von Kunst und Kultur sei ganz wesentlich, da diese Bereiche nicht marktkonform seien. Kunst und Kultur dürfen demnach auch nicht Opfer der Krise werden, sagte Ablinger. 330 Millionen Euro sind im Berichtsjahr 2010 für Kunst und Kultur aufgewendet worden, was eine konstante Entwicklung in diesen Bereichen bedeutet. ****

Erfreut zeigte sich die Abgeordnete über die Steigerung der Besucherzahlen bei Bundesmuseen und Bundestheatern - neun Prozent bei den Museen und zwei Prozent bei den Theatern. Die Einführung des kostenfreien Eintritts in Bundesmuseen für Jugendliche bis 19 Jahre, der mit 1.1.2010 in Kraft getreten ist, habe sogar zu einer Steigerung von 24 Prozent in dieser Altersgruppe geführt.

Ablinger erwähnte auch einen negativen Aspekt im Kulturbericht. "Die Bretter, die uns die Welt bedeuten, werden fast ausschließlich von Männern bespielt", so Ablinger in Hinblick auf den Mangel an den Regisseurinnen und Autorinnen in den Bundestheatern. "Eine hundertprozentige Männerquote entspricht nicht unserem kulturpolitischen Auftrag", sagte Ablinger. (Schluss) pl/sv

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