Kadenbach: Nein zur Verschwendung von Lebensmitteln - Kommission muss Initiative setzen

EU-Parlament fordert: 2013 soll Europäisches Jahr zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung werden

Wien (OTS/SK) - In Europa landen jährlich 90 Millionen Tonnen genießbare Lebensmittel im Müll, 42 Prozent der Gesamtmenge der verschwendeten Lebensmittel gehen auf das Konto der Haushalte. Das Europäische Parlament hat deshalb heute, Donnerstag, eine Initiative gesetzt, um dem Verschwendungs-Wahnsinn ein Ende zu setzen. "Das EU-Parlament fordert von der Kommission eine Strategie für eine effizientere Lebensmittelversorgungskette in der EU. Mit rechtlich verbindlichen Schritten soll dafür gesorgt werden, dass Lebensmittel effizienter eingesetzt werden", sagt die SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Die Verschwendung erfolgt auf den Feldern der Landwirte (Verlust bei der Ernte), in den verarbeitenden Betrieben (Transport unter unsicheren Bedingungen, Fehler bei der Verpackung), in den Vertriebsunternehmen und bei den Verbrauchern zu Hause. Wir brauchen daher effizientere Wege von der Produktion hin zum Verbraucher", so Kadenbach. Auch hinsichtlich der wachsenden Weltbevölkerung sei es wichtig, dass mit Lebensmitteln sorgsamer umgegangen wird: "Es wird immer wieder argumentiert, dass wir den Landwirtschaftssektor ausbauen und mehr unterstützen müssen, da sonst die Ernährung der Weltbevölkerung nicht aufrecht erhalten werden könne. Würde weniger verschwendet, könnte der Bedarf auch mit den vorhandenen Mitteln gedeckt werden", bemerkt Kadenbach, Mitglied im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments.

Die Europaparlamentarierin plädiert unter anderem dafür, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum überdacht werden müsse. "Zahlreiche Lebensmittel wandern in den Müll, obwohl sie noch zum Verzehr geeignet sind. Die Konsumenten orientieren sich an den Vorgaben der Wirtschaft und werfen - aus Angst vor gesundheitsschädigenden Folgen - völlig einwandfreie Lebensmittel in den Müll", so Kadenbach. Darüber hinaus müsse es auch großangelegte Kampagnen geben, um die Bürgerinnen und Bürger besser aufzuklären. "Ich unterstütze daher die Forderung, dass 2013 zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung erklärt wird. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung und es wäre garantiert, dass das Thema weiter umfassend diskutiert wird", betont die EU-Abgeordnete. (Schluss) bj/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0015