Neugebauer: Verfassungsauftrag jenen, die am Gegenstand Religion nicht teilnehmen, ethisches Bewusstsein angedeihen lassen

Entschließungsantrag der Regierungsparteien zum Ethik-Unterricht eingebracht

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Eine ausgeprägte reife Demokratie wie Österreich hat wie andere vergleichbare Länder natürlich ein Wertegerüst in ihrer Verfassung. Gerade für die heranwachsende Generation ist das von besonderer Bedeutung. Das stellte heute, Donnerstag, der Zweite Nationalratspräsident Fritz Neugebauer in der Debatte über Werteerziehung durch Religions- und Ethikunterricht im Nationalrat fest. Er verwies auf das Gebot zur Erziehung zu Moral und Ethik, das in der Bundesverfassung enthalten sei.

"Er ist verfassungsmäßiger Auftrag, jenen, die am Gegenstand Religion nicht teilnehmen, ethisches Bewusstsein angedeihen zu lassen." Dieser Aufgabe habe sich auch ein Schulversuch an 200 Standorten mit hervorragenden Ergebnissen gewidmet. Natürlich brauche man dazu auch eine entsprechende Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer, so Neugebauer.

Wenn man die Lehrpläne der drei monotheistischen Weltreligionen ansehe, so bestünden diese zu gleichen Teilen aus Religionsgeschichte sowie Ritualen einerseits, zum anderen aus ethisch-moralischen Grundsätzen. "Das ist der Grund, warum man all jenen, die sich vom Gegenstand Religion abmelden, auch diese ethischen und moralischen Grundsätze anbieten soll", so Neugebauer, der darauf hinwies, dass diese Regelung auch als die kostengünstigste angesehen werde.

Der Schulversuch, der von allen Beteiligten - Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler - breit getragen wird, wurde bereits evaluiert. Nun sollte der nächste Schritt folgen, begründet Neugebauer den ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag, der heute mehrheitlich angenommen wurde.

Hier der Entschließungsantrag im Wortlaut:

"Die Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur wird ersucht, auf Basis der im Rahmen der Parlamentarischen Enquete diskutierten Vorschläge dem Nationalrat bis 1.10.2012 in Form eines Berichts mögliche Modelle für den Ausbau eines Ethik-Unterrichts, einschließlich der jeweiligen Kosten für das Unterrichtsbudget und unter Einbeziehung von Fragen der Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für jene Lehrer/innen, die Ethik unterrichten sollen, vorzulegen." (Schluss)

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