Gedenkwoche gegen Rassismus - Bayr unterstützt Plattform und fordert aktives Gedenken

Gesellschaft muss kollektive Verantwortung für die österreichische Geschichte übernehmen

Wien (OTS/SK) - "Es darf niemals vergessen werden, zu welchen Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten mörderische Regime in der Lage sind", sagte SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr bei der Auftakt-Pressekonferenz zur Gedenk- und Erinnerungswoche "Erinnern und Zeichen setzen!" heute, Donnerstag, im Palais Epstein. In diesem Zusammenhang begrüßt Bayr ausdrücklich, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos Bundesheer-Angehörigen in Uniform die Teilnahme am rechtsextremen WKR-Ball verboten hat - der heuer das letzte Mal in der Hofburg stattfindet. ****

Die Plattform "Jetzt Zeichen setzen!" veranstaltet am Holocaust-Gedenktag eine Kundgebung gegen Rechtsextremismus und den WKR-Ball. Dass bei der Gedenkveranstaltung zur Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau am Heldenplatz erstmals der Weiheraum für die Opfer des österreichischen Freiheitskampfes geöffnet wird, um dort einen Kranz niederlegen zu können, ist für die SPÖ-Nationalratsabgeordnete "ein Sieg der Demokratie".

Bayr rief dazu auf, kollektiv Verantwortung für die österreichische Geschichte zu übernehmen. Mit zivilgesellschaftlichem Engagement müsse Österreich zu einem Raum gemacht werden, in dem Intoleranz, Sexismus, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen keinen Platz haben. "Aktives Gedenken und Kampf gegen Ungerechtigkeit ist vonnöten", betonte die SPÖ-Nationalratsabgeordnete.

Für Unmut sorgt der rechtsextreme WKR-Ball, der heuer ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag der UNO am 27. Jänner stattfindet. Trotz der Kritik am WKR-Ball hat FP-Chef Strache gestern verkündet, dass er persönlich für den Fortbestand des Balles garantieren werde. Bayr machte darauf aufmerksam, dass man an Straches Verhalten sehen kann, "für welche Werte die FPÖ steht".

Vom 20. bis 28. Jänner veranstaltet die Plattform "Jetzt Zeichen setzen!" eine Gedenk- und Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. 59 Organisationen aus der Zivilgesellschaft - darunter SPÖ, SJÖ, ÖGB und das Mauthausen Komitee Österreich - beteiligen sich an der Gedenk- und Aktionswoche.

SERVICE: Alle Veranstaltungen sowie weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Plattform unter www.jetztzeichensetzen.at. (Schluss) cs/ah

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