- 19.01.2012, 12:35:01
- /
- OTS0148 OTW0148
Offshore Windenergie wächst 2011 in Europa um fast 30 %
Österreichische Zulieferindustrie ist vorne mit dabei
Brüssel (OTS) - Der europäische Windenergieverband (EWEA) hat
heute seine jährliche Offshore Statistik in Brüssel veröffentlicht.
Der Bericht zeigt, dass 2011 235 neue Offshore Anlagen mit einer
Gesamtleistung von 866 Megawatt (MW) ans Netz gingen. Neun Offshore
Windparks mit einer beachtlichen Gesamtleistung von 2.375 MW sind im
Moment in Bau. "Die österreichischen Zulieferindustrie ist ganz vorne
mit dabei", freut sich Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG
Windkraft, und weiter: "Auch im Offshore Geschäft kann Österreich mit
Weltmarktführern aufwarten." Das weltweite Exportvolumen
österreichischer Firmen im gesamten Windbereich ist weit höher als
500 Mio Euro.
Insgesamt sind in der gesamten EU zur Zeit 1.371 Offshore Anlagen in
Betrieb - eine Kapazität von 3.813 MW in 53 Windparks in 10 Ländern.
"Das entspricht einem Zuwachs von fast 30 %", erklärt Moidl. Neun
Offshore Windparks mit einer Gesamtleistung von 2.375 MW sind im
Moment in Bau. Das entspricht mehr als 62 % der gesamten
installierten Leistung. Der Großteil des Ausbaus 2012 fand in
britischen Gewässern statt. Der Anlagenhersteller Siemens lieferte 80
% der 866 MW.
Die österreichische Zulieferindustrie exportiert jährlich
Windkraftanlagenteile im Wert von weit mehr als 500 Mio Euro. Einige
Firmen sind Weltmarktführer in ihrer Sparte. "Aber auch im
Offshore-Windgeschäft sind österreichische Firmen vorne mit dabei",
freut sich Moidl.
Eine dieser aufstrebenden Firmen ist Palfinger. Sie fertigt
hochwertige Kräne, die für die Betriebsführung bei Windkraftwerken am
Meer unbedingt notwendig sind. "In den vergangenen Jahren hatten wir
einen Marktanteil von grob 50 %. Basierend auf dem starken
Auftragseingang im Jahr 2011 wird PALFINGER WIND die Position als
Marktführer bei Offshore Windkranen in Zukunft noch weiter ausbauen
können", erklärt Thomas Nitsch, Managing Director von Palfinger
Marine- und Beteiligungs-GmbH, und führt weiter aus: "Beispielhaft
für den enormen Erfolg der Offshore Windkransparte bei Palfinger sind
mehrere Großaufträge, die letztes Jahr gewonnen wurden."
Lieferverträge für mehr als 620 Plattformkräne wurden bereits
unterzeichnet. Die Auslieferung eines Teils dieser Aufträge hat
bereits begonnen. Palfinger zählt seit Jahren zu den international
führenden Herstellern hydraulischer Hebe-, Lade- und Handlingsysteme.
Als multinationaler Konzern mit Sitz in Salzburg erwirtschaftete das
Unternehmen im Jahr 2010 einen Umsatz von rund 650 Millionen Euro und
beschäftigt zirka 5.550 MitarbeiterInnen.
Eine weitere österreichische Firma, die im Offshore-Windgeschäft
stark engagiert ist, ist die Liebherr-Werk Nenzing GmbH in
Vorarlberg. "Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH ist ein starker Partner
für die Windindustrie", berichtet Mag. Wolfgang Pfister, Head of
Marketing der Liebherr-Werk Nenzing GmbH, und erläutert: "Der
Entwicklung immer leistungsstärkerer Anlagen und immer höherer Türme
begegnet Liebherr mit leistungsoptimierten Kranen und neuen
Auslegersystemen, die auf die Bedürfnisse der Windindustrie
abgestimmt sind. Auch für die Aufstellung von Windkraftanlagen auf
See bietet Liebherr überzeugende Lösungen. Aufgrund der stark
wachsenden Offshore Windindustrie hat Liebherr eine eigene
Schwerlastkranserie entwickelt. Eine der jüngsten Kranauslieferungen
betrifft den neuen Offshore-Schwerlastkran vom Typ CAL 64000 mit
einer maximalen Tragkraft von 1500 Tonnen."
Von den weit mehr als 90.000 MW Windkraftleistung, die in Europa
sauberen Windstrom liefern, steht lediglich knapp ein Prozent (866
MW) Offshore. "Trotz der positiven Entwicklung beim Offshore Ausbau
wird der Schwerpunkt des europäischen Windkraftausbaus an Land
stattfinden", erklärt Moidl.
In Österreich sind Anfang 2012 656 Windkraftanlagen mit einer
Leistung von 1.084 MW in Betrieb. Durch die jährliche heimische
Stromproduktion aus Windkraft von derzeit rund 2,2 Milliarden
Kilowattstunden können mehr als 620.000 Haushalte mit sauberem
Windstrom versorgt werden.
Rückfragehinweis:
IG Windkraft
Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch
Tel.: Mobil: 0699 / 188 77 855
mailto:[email protected]
http://www.igwindkraft.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IGW






