JUGENDVERTRETUNG: Gute Bildung für ALLE! Kein Sparen auf Kosten junger Menschen!

Die BJV fordert auf www.gutebildung.at ein neues Bildungssystem mit einer gemeinsamen Schule und warnt die Politik davor, bei der Bildung auf Sparkurs zu setzen!

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Nationalratsdebatte betont
die Bundesjugendvertretung (BJV) ihren dringenden Appell an die Politik, endlich eine umfassende Bildungsreform umzusetzen: "Die Bildungschancen sind für Kinder in Österreich ungleich verteilt. Entscheidend für die schulische Laufbahn sind nach wie vor Faktoren wie sozialer Hintergrund, Wohnort, Geschlecht oder Migrationshintergrund. Das muss sich endlich ändern", erklärt BJV-Vorsitzende Johanna Zauner.
Die Zahlen sprechen für sich: Nur 5% der Kinder von PflichtschulabsolventInnen, aber 41% der Kinder aus akademischen Elternhäusern erreichen einen Universitätsabschluss. "Das heißt, Bildung wird in Österreich immer noch maßgeblich vererbt", betont Zauner.

Kampagne "Gute Bildung für ALLE!"

In ihrer Kampagne "Wir lassen uns nicht abstempeln! Gute Bildung für ALLE!" fordert die BJV eine Neugestaltung des jetzigen Schul- und Bildungssystems. "Unser Schulsystem ist völlig veraltet. Wir brauchen endlich zeitgemäße Schulen, die die SchülerInnen in den Mittelpunkt stellen. Das heißt auch ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung - nur so können die LehrerInnen individuell auf die SchülerInnen eingehen und sie entsprechend fördern. Bis jetzt bleiben viele Kinder und Jugendliche leider auf der Strecke", so Zauner.

In ihrem Videospot zur Kampagne fordert die BJV eine Modernisierung des Schulsystems im Sinne der SchülerInnen durch:
- Die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule
- Ausreichende finanzielle Unterstützung für SchülerInnen
- Anerkennung von Mehrsprachigkeit als Gewinn
- Abschaffung von Sonderschulen
- Geschlechtersensibler Unterricht und Aufbrechen von Stereotypen

Kein Sparen auf Kosten junger Menschen!

Für die BJV ist der heute dem Nationalrat vorliegende Entwurf einer modularen Oberstufe ein erster Schritt, dennoch braucht es statt zusammengestückelten Einzelmaßnahmen endlich ein großes Umdenken und eine weitreichende Reform im Bildungsbereich: "Die Politik muss hier endlich Mut und Tatendrang beweisen. Die bisherige Defizitpädagogik geht eindeutig in die falsche Richtung", so Zauner.

Die Vorsitzende warnt die Bundesregierung davor, bei den bevorstehenden Sparmaßnahmen auch in der Bildung den Rotstift anzusetzen: "Bildungsinvestitionen dürfen nicht länger als finanzieller Ballast betrachtet werden. Ohne Bildungsförderung wird wirtschaftlicher Aufschwung verbaut, Arbeitslosigkeit und Armutsrisiko schellen in die Höhe. Beim kommenden Sparpaket muss den PolitikerInnen daher bewusst sein, dass wir es uns nicht länger leisten können, bei der Bildung zu sparen", betont Zauner.

Das Video und die Forderungen zur Kampagne "Gute Bildung für ALLE!" gibt es auf der Kampagnenwebsite www.gutebildung.at

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