Amon: Die Bildungsreform ist unterwegs

ÖVP-Bildungssprecher zur Ersten Lesung zum Bildungsvolksbegehren "Bildungsinitiative"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wenn wir uns heute mit der ersten Lesung zum Bildungsvolksbegehren auseinandersetzen, so ist das auch Ausdruck dessen, dass wir die Instrumente der direkten Demokratie sehr ernst nehmen wollen. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA im Nationalrat. "Ein Volksbegehren ist die Möglichkeit der Zivilgesellschaft, sich mit Interessen und Anliegen an die Politik zu wenden. Auch wenn die Betreiber dieses Volksbegehrens wie ein ehemaliger Finanzminister, ein ehemaliger Landesschulratspräsident oder ein ehemaliger Industriemanager nicht gerade die Paradepersonen der Zivilgesellschaft sind, ändert das nichts daran, dass man sich mit einem solchen Volksbegehren, das von mehr als 400.000 Menschen unterschrieben wurde, ernsthaft auseinandersetzt", so Amon weiter.

Der ÖVP-Abgeordnete wies darauf hin, dass sich die Bildungssprecher aller Parteien gestern auf eine gemeinsame Vorgangsweise geeinigt hätten, heute diesen besonderen Ausschuss zu beschließen. Am Ende dieser umfassenden Beratungen sollte in einer gemeinsamen Entschließung das Gemeinsame zum Ausdruck gebracht werden.

Es gebe in der Bildungspolitik immer wieder den Ruf nach dem großen Wurf und der allumfassenden Reform. "Ich glaube, das ist eine Illusion. Wichtig ist, im Detail hinzusehen", verwies Amon auf das derzeit geltende Regierungsübereinkommen. Viele darin enthaltene Maßnahmen seien bereits umgesetzt, jedes Thema für sich sei ein Stückwerk, aber "abgerechnet wird am Schluss, und am Ende wird man auch sehen, dass es sich durchaus um eine Reform aus einem Guss handelt" - wobei der Bogen von der frühkindlichen Pädagogik bis zu den Volksschulen, der Sekundarstufe I und II und den Universitäten gespannt sei.

"Die Bildungsreform ist unterwegs, das Volksbegehren trifft mitten in der Legislaturperiode ein", verwies Amon auch auf die zahlreichen erledigten Maßnahmen im Bildungsbereich wie etwa die Schulaufsicht neu, das neue Schulleiterprofil, die Neue Mittelschule, die Oberstufenreform oder das Nachholen von Bildungsabschlüssen. Viele Initiativen stünden noch an, wie die neue Lehrerausbildung oder ein einheitliches Lehrerdienstrecht. "Eine Bildungsreform kann aber nur mit jenen gemeinsam funktionieren, die das System tragen", dankte der Bildungssprecher den vielen motivierten Lehrerinnen und Lehrern für ihre Unterstützung.

Amon verwies in seiner Rede zudem auf die Aussagen des österreichischen Genetikers Markus Hengstschläger im heutigen "Kurier". Wenn dieser meine, dass der "Durchschnitt eine evolutionäre Sackgasse" sei und ein Kind, das zwei, drei Nicht genügend habe, woanders ein Genie sein könne, dann unterstütze er damit die Reformmaßnahmen der Bundesregierung, Amon hob die Oberstufenreform hervor, wie sie heute im Nationalrat behandelt wird. "Gerade durch die Oberstufenreform sagen wir den jungen Menschen in der Sekundarstufe II deutlicher, was sie können, und weniger deutlich, was sie nicht können."
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