Nationalrat - Bayr: Fragen von sexueller und reproduktiver Gesundheit fehlen im Außenpolitischen Bericht

Investitionen in die Infrastruktur und die Daseinsvorsorge für eine bessere Zukunft

Wien (OTS/SK) - Bei der Debatte über den Außen- und Europapolitischen Bericht 2010 heute, Mittwoch, im Nationalrat, machte SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklungen Petra Bayr deutlich, dass der Schutz von Menschenrechten entwicklungspolitisch essentiell ist. Neben dem Schutz ethischer und religiöser Minderheiten, Frauen und Kindern sei vor allem die Frage von sexueller und reproduktiver Gesundheit und entsprechender Rechte zentral und wichtig. Bayr spricht sich daher dafür aus, den Außen-und Europapolitischen Bericht in Zukunft um diesen Themenbereich zu erweitern. ****

Dieser Bereich umfasst viele menschenrechtlich relevante Probleme, in denen dringender Handlungsbedarf besteht, wie beispielsweise weibliche Genitalverstümmelung, HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten, aber auch Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung, Mütter- wie auch Kindersterblichkeit, sichere Geburten, die Bekämpfung von sexueller Gewalt und vor allem die Familienplanung.

Das rasante Bevölkerungswachstum bringt eine Vielzahl an Herausforderungen mit sich, wie beispielweise das Ernährungsproblem, die fortschreitende Klimaerwärmung, die Frage der Gesundheitsversorgung und die Bildungsfrage, so Bayr. Eine Verlangsamung des Bevölkerungswachstums ist daher notwendig. Bayr spricht sich dafür aus, mögliche freiwerdende Mittel aufgrund eines langsameren Bevölkerungswachstums in Infrastruktur und Daseinsvorsorge zu investieren, damit auch künftige Generationen noch ausreichend Ressourcen auf unserer Erde vorfinden. (Schluss) cs/sc

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