50 Jahre ÖBB-S-Bahn in Wien - eine Erfolgsgeschichte

13 S-Bahn-Linien verbinden auf 126 Kilometern Wien mit dem Umland

Wien (OTS) - Trotz ihrer 50 Jahre ist die Wiener S-Bahn noch nicht in die Jahre gekommen: Pünktlich, schnell und sicher verbinden die 13 S-Bahn-Linien auf 126 Kilometern die Stadt Wien mit dem Umland. Gemeinsam mit den Wiener Linien bildet die Wiener S-Bahn das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Wien. Rund 300.000 Fahrgäste nützen werktags täglich S-Bahn oder Regionalzug, mehr als die Hälfte davon auf der "Wiener Stammstrecke", 142.000 davon sind Pendler.

Mit dem 50 Jahre S-Bahn Jubiläum fand heute der Auftakt in das Jubiläumsjahr "175 Jahre Eisenbahn für Österreich" statt. Anlässlich des 50-Jahres-Jubiläums wurde heute ein mit der Aufschrift "50 Wiener S-Bahn" gebrandeter Nahverkehrswagen der Reihe Talent getauft. "Taufpaten" waren Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, und Anton Heinzl, Vorsitzender des parlamentarischen Verkehrsausschusses.

Christian Kern: "Die ÖBB-Schnellbahn in Wien ist die leistungsstärkste Bahnstrecke in Österreich. Vor einem halben Jahrhundert wurden die Weichen für den großen Erfolg dieses Verkehrsmittels gestellt. Heute nutzen hunderttausende Fahrgäste jeden Tag die Wiener S-Bahn, um pünktlich, schnell und sicher in die Arbeit, zur Schule oder in die Freizeit zu gelangen".

Anton Heinzl: "Ich gratuliere zur 50-jährigen Erfolgsgeschichte der Schnellbahn der ÖBB in Wien - die enormen Fahrgastzuwächs in dieser Zeit sprechen eine deutliche Sprache. Sie ist heutzutage aus Wien nicht mehr wegzudenken, und das ist wohl das größte Kompliment, das man ihr machen kann."

Eine Erfolgsgeschichte feiert ihr 50-jähriges Jubiläum

Am 17. Jänner 1962 verließ die erste S-Bahn den damaligen Südbahnhof Richtung Meidling. Trotz massiver Widerstände beharrte der damalige Verkehrsminister auf den Bau dieses modernen Verkehrsmittels. Vom ersten Tag wurde die Schnellbahn von der Bevölkerung begeistert aufgenommen und zu einem in der österreichischen Eisenbahngeschichte beispiellosen Erfolg.

Von anfänglich 17 Mio. Fahrgästen pro Jahr stieg die Anzahl auf heute nahezu 100 Mio. Fahrgäste, die das S- und Regionalbahnangebot in Wien nützen. Auch die Zahl der Stationen in Wien wuchs von 13 auf 51. Auf der Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Meidling erhöhte sich die Anzahl der Züge auf den vierfachen Wert, von 159 auf rund 640 Züge täglich. Insgesamt sind über 1.400 Nahverkehrszüge pro Tag in Wien unterwegs. Die sieben seit 1962 bestehenden Stationen auf der sogenannten Stammstrecke wurden um drei Stationen - Matzleinsdorfer Platz, Rennweg und Handelskai - erweitert.

Top-Pünktlichkeit - seit Jahresbeginn 99 Prozent der S-Bahnen pünktlich

Die Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Meidling ist die meist befahrene Strecke Österreichs und für Pendler aus dem Wiener Umland enorm wichtig. Werktags verkehren hier über 600 Züge täglich. Eine Top-Pünktlichkeit ist auf dieser zentralen Verbindung essentiell. Im Jahr 2011 betrug die Pünktlichkeit 98,4 Prozent, 2012 bis dato bereits 99,1 Prozent - der beste Wert Österreichs und auf dem Qualitätsniveau der Schweizer Bahn.

Smart sein, S-Bahn fahren - Intervalle zur Hauptverkehrszeit verdichtet

Die ÖBB führen laufend Verbesserungen durch. Dazu gehören dichtere Fahrtintervalle - zur Hauptverkehrszeit auf der Stammstrecke zwischen Wien Floridorf und Wien Meidling alle 3,5 Minuten - und die Modernisierung der insgesamt 51 Wiener Bahnhöfe und Haltestellen. Zahlreiche Verkehrsstationen und Bahnhöfe erstrahlen bereits in modernem Glanz, unter ihnen Wien Meidling, Praterstern, Traisengasse, Matzleinsdorf und zuletzt der Westbahnhof Wien.

Neue Möglichkeiten für die ÖBB-S-Bahn in Wien mit Fahrplanwechsel 2012

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 wird der Fahrplan der S-Bahn im Raum Wien weiter verbessert. Mit der Teilinbetriebnahme des Hauptbahnhofes gemeinsam mit weiteren wichtigen Eisenbahnprojekten werden die Voraussetzungen geschaffen, das bestehende S-Bahn Netz zu erweitern und auch neue Verbindungen von Ost nach West anzubieten. So wird etwa durch die Verbindung der S60 (Ostbahn) mit der S15 (Meidling - Hütteldorf) der Osten Wiens umsteigefrei mit dem Westen verbunden. Möglich wird dies durch die Teilinbetrieb-nahme des Hauptbahnhofs, der den derzeitigen provisorischen Kopfbahnhof Südbahnhof (Ost) ersetzen wird. Weiters ergibt sich durch die Verknüpfung der bestehenden S80 (Hausfeldstraße - Südbahnhof Ost) mit der S5 auf der Pottendorfer Linie die Möglichkeit einer neuen Durchbindung zwischen Wien Hauptbahnhof und Meidling.

Darüber hinaus ergeben sich durch die Eröffnung der 44 km langen Neubaustrecke Wien - Tullnerfeld - St. Pölten Ende 2012 auch für schnelle Regionalzüge (mit Halt in neuer Station Tullnerfeld) neue Möglichkeiten.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit konzernweit rd. 42.500 MitarbeiterInnen (inkl. Lehrlinge 44.125) und Gesamterträgen von rd. 6,1 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2010 wurden von den ÖBB 460 Mio. Fahrgäste und 132,9 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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