NR-Präsidentin Prammer eröffnet Karikaturen-Ausstellung im Parlament Werke von elf KarikaturistInnen laden zum Schmunzeln ein

Wien (PK) - Das Parlament öffnet bereits seit geraumer Zeit seine Ausschusslokale für zeitgenössische Kunst. In den vergangenen beiden Jahren rückte Kuratorin Stella Rollig Zeichnung und Fotografie in den Vordergrund. Ab sofort zieren allerdings Zeichnungen ganz besonderer Art die Wände in den Ausschusslokalen und anderen Räumlichkeiten. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eröffnete heute eine Ausstellung mit politischen Karikaturen im Hohen Haus. Zehn Karikaturisten und eine Karikaturistin, die alle für österreichische Tageszeitungen arbeiten, zeigen drei Monate lang eine Auswahl ihrer Werke. Ganz unterschiedlich im Stil, geben sie zielsichere visuelle Kommentare zum aktuellen politischen Geschehen ab.

Der Andrang bei "der ersten Karikaturen-Ausstellung im Parlament" war jedenfalls enorm. Nationalratspräsidentin Prammer konnte unter anderem ihren Amtsvorgänger Andreas Khol, zahlreiche aktive Abgeordnete und die neue Kunstkuratorin des Hohen Hauses, Mumok-Chefin Karola Kraus, sowie neun der elf KarikaturistInnen begrüßen. Das Parlament als politischster aller Orte sei geradezu prädestiniert für eine solche Ausstellung, hielt Prammer fest und wies auf die wichtige Rolle der Medien bei der Kontrolle der Politik hin. Dabei kommt ihrer Ansicht nach auch der Karikatur eine besondere Funktion zu.

Für Prammer sind Karikaturen jedoch nicht nur politische Kommentare, sondern auch Kleinkunstwerke, deren Qualität darin besteht, Wesentliches von Nebensächlichem zu trennen und Dinge mit künstlerischer Präzision auf den Punkt zu bringen. Bei der Ausstellung werde ein weiter Bogen gespannt, nicht nur was die Themenwahl betrifft, sondern auch in Bezug auf den künstlerischen Zugang, hob sie hervor.

Michael Frank, langjähriger Österreich-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, merkte in seinen Worten zur Ausstellung an, dass die überwiegende Zahl der Karikaturisten in Deutschland Österreicher seien. Er führt das darauf zurück, dass die Österreicher den Deutschen, was den abgründigen Witz betrifft, überlegen seien.

Die schreibenden Journalisten würden die Karikaturisten jedenfalls oft beneiden, führte Frank aus. Karikaturisten dürften nämlich stets überzeichnen und provozieren. Ihnen nehme es niemand übel, wenn sie Fragen stellten, ohne Antworten zu geben. Allerdings glaubt er, dass auch Karikaturisten manchmal verzweifelt sind, weil die Politik "eigentlich die bessere Satire ist" und an unfreiwilligem Witz und -unabsichtlicher - tiefgründiger Komik oft nicht zu überbieten sei.

Die rund 150 Karikaturen werden in einer Reihe von Ausschusslokalen, den Amtsräumen der Präsidentin und im Pressezentrum gezeigt. Zu sehen sind Werke von Rachel Gold, Daniel Jokesch, Michael Pammesberger, Gustav Peichl/Ironimus, Petar und Sinisa Pismestrovic, Silvio Raos, Erich BUL Schatz, Oliver Schopf, Markus Szyszkowitz und Thomas Wizany.

Rundgänge durch die Ausstellung werden bis 3. März jeweils an Samstagen angeboten, eine Voranmeldung unter besucherservice@parlament.gv.at bzw. unter der Telefonnummer 01-40110/2400 ist unbedingt erforderlich. Daneben sind eine Auswahl der Karikaturen und ein zur Ausstellung erschienener Folder ab morgen auf der Website des Parlaments (www.parlament.gv.at) abrufbar. (Schluss)

HINWEIS: Auf der Website des Parlaments finden Sie - etwas zeitverzögert - auch Fotos von der Vernissage im Fotoalbum.

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