- 13.01.2012, 10:44:24
- /
- OTS0064 OTW0064
LHStv. Kaiser ergreift Initiative zur Verkürzung von Wartezeiten bei Augen-Operationen
Novelle der Krankenanstaltenordnung sieht vor, dass neben medizinischen auch soziale Aspekte für Reihung bei Katerakt-Operationen einfließen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter
Kaiser will die derzeit teils unmenschlich langen Wartezeiten bei
Augen-Operationen (Katerakt-OPs) verkürzen. "Ich bin der Meinung,
dass es in diesem Bereich mehr Gerechtigkeit und Flexibilität geben
muss", so Kaiser. Deswegen habe er in der derzeit in Begutachtung
befindlichen Novelle der Kärntner Krankenanstaltenordnung verankert,
dass zukünftig neben medizinischen Gründen auch soziale Aspekte in
die Beurteilung und Festlegung einer Warteliste berücksichtigt
werden. "Immerhin geht es hier mitunter auch um Existenzfragen",
begründet Kaiser. So bestehe beispielsweise für einen 55jährigen
Berufskraftfahrer mit grauem Star, der bis zu einem Jahr auf seine OP
warten müsste, die Gefahr, seinen Job zu verlieren.
Begrüßt und unterstützt wird Kaiser Initiative von Kärntens
Patientenanwalt Erwin Kalbhenn: "Ein Schritt in die richtige
Richtung, der geeignet ist, zahllosen Patientinnen und Patienten die
Wiederherstellung der Sehkraft zu erleichtern. Darüber hinaus müssen
alle Beteiligten daran arbeiten, dass die Wartezeiten für
Kataraktoperationen in Kärnten generell auf ein erträgliches Maß -
wie in fast allen anderen Bundesländern - verkürzt werden."
In die Pflicht nimmt Kaiser aber auch den Kärntner
Gesundheitsfonds, den er auffordert, den Deckel für die
Kateraktoperationen aufzuheben. Weiters müsse die KABEG die
Kapazitäten für die Ärzteausbildung erhöhen. "Die langen Wartezeiten
speziell im Bereich der Augen-Operationen ergeben sich auch durch die
steigende Lebenserwartung und die hervorragenden
Behandlungsmöglichkeiten. Das bedeutet aber auch, dass die KABEG
darauf reagieren und mehr Ärzte ausbilden muss, was wiederum nur
möglich scheint, wenn endlich meiner Forderung nachgekommen wird, und
mehr Ärzte und Pfleger in unseren öffentlichen Spitälern eingestellt
werden", so Kaiser. Der Gesundheitsreferent erinnert in dem
Zusammenhang, dass Kärnten bei der Zahl der Ärzte österreichweit an
letzter und bei der Anzahl der Pfleger an vorletzter Stelle im
Österreichvergleich liegt.
Die Novelle der der Kärntner Krankenanstaltenordnung sollte im
Februar von der Landesregierung beschlossen und dann weiter an den
Kärntner Landtag geleitet werden. Mit Inkrafttreten rechnet Kaiser in
der ersten Jahreshälfte.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL






