LHStv. Kaiser ergreift Initiative zur Verkürzung von Wartezeiten bei Augen-Operationen

Novelle der Krankenanstaltenordnung sieht vor, dass neben medizinischen auch soziale Aspekte für Reihung bei Katerakt-Operationen einfließen

Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser will die derzeit teils unmenschlich langen Wartezeiten bei Augen-Operationen (Katerakt-OPs) verkürzen. "Ich bin der Meinung, dass es in diesem Bereich mehr Gerechtigkeit und Flexibilität geben muss", so Kaiser. Deswegen habe er in der derzeit in Begutachtung befindlichen Novelle der Kärntner Krankenanstaltenordnung verankert, dass zukünftig neben medizinischen Gründen auch soziale Aspekte in die Beurteilung und Festlegung einer Warteliste berücksichtigt werden. "Immerhin geht es hier mitunter auch um Existenzfragen", begründet Kaiser. So bestehe beispielsweise für einen 55jährigen Berufskraftfahrer mit grauem Star, der bis zu einem Jahr auf seine OP warten müsste, die Gefahr, seinen Job zu verlieren.

Begrüßt und unterstützt wird Kaiser Initiative von Kärntens Patientenanwalt Erwin Kalbhenn: "Ein Schritt in die richtige Richtung, der geeignet ist, zahllosen Patientinnen und Patienten die Wiederherstellung der Sehkraft zu erleichtern. Darüber hinaus müssen alle Beteiligten daran arbeiten, dass die Wartezeiten für Kataraktoperationen in Kärnten generell auf ein erträgliches Maß -wie in fast allen anderen Bundesländern - verkürzt werden."

In die Pflicht nimmt Kaiser aber auch den Kärntner Gesundheitsfonds, den er auffordert, den Deckel für die Kateraktoperationen aufzuheben. Weiters müsse die KABEG die Kapazitäten für die Ärzteausbildung erhöhen. "Die langen Wartezeiten speziell im Bereich der Augen-Operationen ergeben sich auch durch die steigende Lebenserwartung und die hervorragenden Behandlungsmöglichkeiten. Das bedeutet aber auch, dass die KABEG darauf reagieren und mehr Ärzte ausbilden muss, was wiederum nur möglich scheint, wenn endlich meiner Forderung nachgekommen wird, und mehr Ärzte und Pfleger in unseren öffentlichen Spitälern eingestellt werden", so Kaiser. Der Gesundheitsreferent erinnert in dem Zusammenhang, dass Kärnten bei der Zahl der Ärzte österreichweit an letzter und bei der Anzahl der Pfleger an vorletzter Stelle im Österreichvergleich liegt.

Die Novelle der der Kärntner Krankenanstaltenordnung sollte im Februar von der Landesregierung beschlossen und dann weiter an den Kärntner Landtag geleitet werden. Mit Inkrafttreten rechnet Kaiser in der ersten Jahreshälfte.
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